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Geschichte und Kultur des Inkareiches

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Huaynas Marsch nach Quito

Nun war die Bahn zur Wiederaufnahme des Kampfes gegen die Nordstamme frei. Die Kriegshauptlinge der Inkas hatten auch gegen einen neuen Feldzug nichts einzuwenden, meinten aber, es müssten vor dessen Beginn noch weitere Vorbereitungen getroffen werden. Vor allem sei nötig, die beiden grossen Heerstrassen nach dem Norden auszubessern und zur besseren Verproviantierung der Truppen an verschiedenen Stellen des Weges neue Unterkunftshauser und Lebensmittelspeicher anzulegen.

Huayna Capac sah die Richtigkeit der von seinen Kriegshauptlingen gemachten Vorschlage ein und wollte warten, als plötzlich aus Quito die Nachricht eintraf, die dortigen Haupdinge hatten sich erhoben und die zu ihrer Beaufsichtigung eingesetzten Inkafunktionare erschlagen. Schnell raffte Huayna Capac ein betrachtliches Heer zusammen und marschierte damit nach der Nordgrenze. Der besseren Versorgung seiner Truppen wegen liess er nicht das ganze Heer auf demselben Wege vorwartsrücken, sondem zweigte von dem unter seiner eigenen Führung stehenden Haupttross einige kleinere Nebenheere ab, die andere Wege einschlugen. Der Grund dieser Massregel war allem Anschein nach die Befürchtung, dass ein Zusammenmarschieren der grossen Heeresmasse deren Verpflegung sehr erschweren würde. Diese Befürchtung war berechtigt, anderseits aber führte, wie sich bald zeigte, die Teilung der Truppen in verschiedene Kadres dazu, dass diese unterwegs mehrfach von feindlichen Haufen belastigt und angegriffen wurden.

Das Hauptheer kam ohne grosse Anfechtungen wohlbehalten vor Quito an, das Huayna besetzte und von dem aus er mehrmals langere Streifzüge in die Nachbarschaft untemahm. Am langsten widerstand ihm der kriegerische Sta mm der Cayambis, der sich in starken Befestigungen verschanzt hatte und sich immer wieder gegen die Inkaherrschaft empörte.