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Geschichte und Kultur des Inkareiches

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Immer verblieb ihnen der grösste Teil ihres bisherigen Bodens zur Beschaffung ihres Lebensunterhalts.

Vieh- und Jagdabgaben

Besassen die Dorfgenossenschaften nur so viele Acker und anbaufahigen Boden, dass sie davon ohne Gefahrdung ihrer Existenz nichts herzugeben vermochten, so wurden ihnen als Tribute Abgaben von ihren Lamaherden abgefordert. Hatten namlich die Inkas einen Gebirgsstamm unterworfen, in welchem die Lamazucht von einiger Bedeutung war — an der Küste wurden keine Lamas gehalten — so mussten ihnen die Unterjochten einen Teil ihrer Herden, gewöhnlich den besten Teil abtreten. Dann wurden die Tiere gezeichnet und an die Dorfschaften, in deren Nahe sich grössere Weidegründe befanden, verteilt, damit diese sie mit ihren Bestanden zusammen verpflegten.

Die Oberaufsicht über diese Lamas führte der dem betreffenden Bezirk vorstehende Tucricuc, der gewönlich zur besseren Kontrolle eine Anzahl „Michicuna” (Viehaufseher) bestellte. Die Tributlamas wurden Capac Lamas (edle Lamas), die der gewöhnlichen Dorfgenossen Huachay Lama (niedrige, armliche Lamas) genannt. Von diesen Herden musste bestandig eine bestimmte Anzahl Lamas nach Cuzco geliefert werden, wo die Tiere geschlachtet wurden. Andere Teile wurden den über das Land verstreuten Militar-Detachements und den im Felde stehenden Truppen zugeführt.

Ausserdem hatten manche Dorfschaften aus ihrem eigenen Besitz an Lamas und Vicunas alljahrlich eine gewisse Zahl lebender Tiere nach Cuzco zu liefern sowie ferner getrocknetes und gedörrtes Fleisch, Wolle, Felle, Haute etc.

Selbst von ihrer Jagdbeute mussten die Indianer bestimmte Teile nach Cuzco liefern, obgleich die Jagdertrage im Ganzen recht bescheiden waren; denn Lamas und Guamacos (Huanakos) durfte die Bevölkerung nicht jagen und überdies