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Geschichte und Kultur des Inkareiches

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Lieferung bestimmter Mengen behauener Steine, Steinplatten, Adoben, Mortel etc. aufgetragen und die darauf durch Vermittlung des Tucricuc oder der Inkaranticuna (der den einheimischen Stammeshauptlingen beigeordneten Inka-Residenten) ersucht, eine Anzahl geeigneter Arbeiter für die geplanten Bauuntemehmungen zu stellen. Die betreffenden Hauptlinge wahlten dann solche Arbeiter aus und führten sie den mit der Ausführung der Bauarbeiten beauftragten Inkas zu, die nun bestimmten, wie sie beschaftigt werden sollten. Hatten die Arbeiter eine Zeitlang — gewöhnlich einen Monat hindurch — gearbeitet, so wurden sie nach Hause entlassen und nun durch eine andere, inzwischen ausgehobene Arbeiterkolonne ersetzt. Da die zu solchen Arbeiten herangezogenen Dörfler wahrend der Dauer der Frondienstarbeit von den Inkas gut verpflegt wurden, sollen manche von ihnen recht gern der Aufforderung gefolgt sein, Frondienste zu tun; denn wahrend ihrer Dienstzeit sparten sie die Lebensmittel, die sie sonst zu Hause verbraucht hatten.

Andere spanische Corregidoren berichten hingegen auf Grund der Aussagen von Indianern ihrer Verwaltungsbezirke, die Dorfhauptlinge hatten oft, um nicht zu grosse Aushebungen von Fronarbeitern vornehmen zu müssen, die Zahl der in ihren Dörfern lebenden arbeitsfahigen Manner zu niedrig angegeben. So erzahlen zum Beispiel Christobal de Costro und Diego de Ortega Morejo, zwei sehr unterrichtete und glaubwürdige Berichterstatter, in ihrer Relacion y delaration del modo, que este valle de Chincha y sus comarcanos se gobernabon (Colección de documentos inéditos para la historia de Espana, Band 50 Seite 213), dass die Curacas die Zahl der leistungsfahigen Grossmanner ihrer Dörferoftzu niedrig angegeben haben und dann, wie die Runapachacaccuna (Menschennachzahler) der Inkas kamen, um die Angaben nachzuprüfen, einen Teil der Manner in Höhlen und Erdlöchem versteckten.