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Geschichte und Kultur des Inkareiches

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gehörenden Ackerfelder als Tributland in Ansptuch. Der grösste Teil ihres Ackerlandes verblieb den besiegten Dorfschaften zur Deckung ihres eigenen Bedarfs. Und von den ihnen zufallenden Ackem überwiesen die Inkas wieder einen Teil als Tempelland den Priesterschaften.

Die Grosse der für die Unterhaltung der Tempel ausgesetzten Landereien war sehr verschiedenen Umfangs. In Gegenden, wo nur wenige Tempel und deshalb nur wenige Priester vorhanden waren, waren auch die zu ihrer Nutzung bestimmten Landereien unbetrachtlich.

Auch von den an die Inkas als Tribut gelieferten Lamas und von verschiedenen Tierprodukten erhielten die Priesterschaften einen Teil.

Unterstüt^ung Notleidender

In einzelnen Stammen war es ferner üblich, dass die Dorfbezw. Markgenossenschaften bestimmte Landstücke von ihrem Bodenbesitz abtrennten und die auf diesen gewonnenen Ernteertrage in besondere kleine Speicher brachten, um daraus den durch Unglücksfalle geschadigten Genossen Unterstützungen zuzuteilen. Wie so viele andere ihnen sonderbar dünkende Einrichtungen des Inkareiches haben die alten spanischen Chronisten imd manche ihnen kritiklos folgenden neueren Kulturhistoriker auch diesen Brauch auf die Fürsorge der wohltatigen Inkas zurückgeführt. In Wirklichkeit war solche Aufspeichenmg von Lebensmittelvorraten zur Verteilung an in Not geratene Geschlechtsgenossen in früherer Zeit auch bei vielen nordamerikanischen Indianerstammen üblich, zum Beispiel bei den Mandanen, Minnitaries, Omahas Powhattans, Kriks (Creeks), Tschoktas (Choctaws), Tschickasas (chickasaws) usw. (Vergleiche H. Cunow, Allgemeine Wirtschaftsgeschichte I. Band. Die Wirtschaft der Natur- und Halbkulturvölker S. 182—212.