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Geschichte und Kultur des Inkareiches

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Anschein nach einst die Wohnsitze der zu dem betreffenden Geschlecht gehörenden Zehnschaften, die in diesen Gegenden vielfach zugleich Haus- oder richtiger Hofgenossenschaften waren.

Totenbestattungen

Wahrend die Küstenstamme Perus ihre Toten in grossen Grabhügeln beisetzten, errichteten die Südstamme Perus für die Bestattung ihrer Toten Grabtürme, sogenannte Chulpas. Hin und wieder wurde für einen gestorben Familienvater ein besonderer aus Luftziegeln oder behauenen Kalksteinen bestehender Turm erbaut; die in vielen Chulpas gefundene Menge von Skeletten und Schadeln beweist jedoch, dass dort meist mehrere Ayllugenossen beisammen im selben Grabturm zur Ruhe bestattet worden sind. Es sollten jene, die sich im Leben nahe gestanden hatten, auch im Tode miteinander vereint bleiben.

Recht anschaulich hat der Bischof Bartolomé de las Casas (De las antiquas gentes del Peru, Band 21 der Coleccion de libros espandoles raros o curiosos, S. 124) die alte Totenbestattung in Südperu geschildert.

„Sie haben,” erzahlt er, „dort in der Siërra andere Graber und Beerdigungsarten. In einigen dieser Provinzen haben sie Begrabnistürme, die unten, bis zur Höhe eines Stockwerkes, fest aus Erde und Steinen erbaut und weiss angestrichen sind. AnmanchenOrten sind diese Türme rund, an anderen viereckig. Sie stehen ziemlich dicht beisammen. Manche Bevölkenmgen bauen diese Chulpas auch auf Bodenerhöhungen auf. Haufig befinden sie sich eine halbe spanische Meile oder mehr von den Wohnorten entfemt, so dass sie wie eigenartige, volkreiche Dörfer aussehen. Jedermann hat Teil am Grabmal seiner Vorfahren und Familie. Die Toten werden in Lamafelle eingewickelt, auf denen man aussen dieNase und Augen angibt, in Stoffe gekleidet und in sitzender Stellung beigesetzt. Die Türen der Grabmaler, die immer nach Osten liegen, werden darauf mit Lehm und Steinen zugemauert, aber nach einem Jahr, wenn der Leichnam trocken geworden ist, wieder geöffnet.