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Geschichte und Kultur des Inkareiches

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In anderen Gegenden werden die Leichen, nachdem sie auf die oben beschriebene Weise eingewickelt und eingebündelt worden sind, in ihrem eigenen Hause der Reihe nach an den Wanden aufgestellt, wahrend man anderswo sie ruhig in derselben Wohnung zurückbehalt, in der die Überlebenden essen und schlafen. Man spürt keinen schlechten Geruch, weil die Felle, in welche die Leichname eingehüllt werden, ringsum dicht zugenaht sind und die Kalte bald die Leichname zu Mumien eintrocknet.

Die Hauptlinge und Grossen richten auch manchmal das Hauptzimmer ihres Hauses als Totengemach ein und bringen dahin ihre gestorbenen Angehörigen, die sie mit den Tongefassen, Kleidem, Schmucksachen, Federverzierungen und sonstigen Zierraten umgeben, welche sie im Leben besassen und benutzten.”

Die Geschlechtsgenossenschaft als Blutsverband

Die samtlichen Mitglieder einer Ayllu umschloss demnach selbst noch im Tode ein festes Verwandtschafts- und Freundschaftsband. Sie betrachteten sich als Blutsgenossen und nannten daher ihre Ayllu auch Yahuarmasintin (Blutsgenossenschaft), waren doch nach ihrer Ansicht alle Manner eines Geschlechts Abkömmlinge desselben Urelternpaares, und standen als solche unter der Obhut desselben Geschlechtsgottes, des Huaca, ein Wort, das treffend in den Ahnenglauben der Indianer hineinleuchtet. Es ist namlich, wie schon angedeutet wurde, zusammengesetzt aus dem alten, in der neueren Khetschuasprache nur noch in wenigen Wortverbindimgen üblichen Fürwort hua — „ich” und der Partikel ca — „von herrührend”, „von herkommend”. Es bedeutet also im Munde eines Sprechenden „ich von her”, das heisst, der, von dem ich herkomme. Manche oberflachliche Kenner der Khetschuasprache haben huaca zwar kurzweg, da sie den Ahnenkultus der Indianer nicht begriffen, mit heilig und verehrt übersetzt; aber eine grosse Zahl der Zusammensetzungen der Silbe „hua” mit anderen Wörtern bleibt dann völlig unerklarlich und ergibt zum Teil baren Unsinn.