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Geschichte und Kultur des Inkareiches

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Inkastamm gehorte. Und ebenso haben sich (siehe die Beispiele im zweiten Kapitel dieses Buches) verschiedene seiner spateren Nachfolger Weiber aus fremden Stammen und Gentes als legitime Gattinnen erkoren, bis auf den vielgepriesenen Inka Huayna-Capac, der eine Tochter des von ihm besiegten Oberhaupdings von Quito zum Weibe nahm und ohne Rücksicht auf die alten Erbfolgesatzungen seinen mit dieser Gattin gezeugten Sohn Atahuallpa zum Thronerben des Reiches Quito bestimmte.

Selbst wexm auch einige Inkaherrscher Schwestern geheiratet haben, kann diese Sitte nicht für die Masse der Indianer gegolten haben; denn das klassifizierende Verwandtschaftssystem der Khetschuastamme, das in vielen seiner Verwandtschaftsbeziehungen dem System der indischen Drawidas, vor allem der Tamulen, gleicht, beruht auf dem Hinüber- und Herüberheiraten zwischen zwei den geschlechtlichen Verkehr innerhalb ihrer Blutsverwandtschaftskreise ausschliessenden Gentes1).

In Wirklichkeit besagen demnach die Erzahlungen der Indianer nur, es sei bei den Inkas Brauch ihrer Herrscher gewesen, sich ihre legitimen Gattinnen unter den Frauen ihrer eigenen Ayllu auszuwahlen.

Auch der Ahnenkult der peruanischen Indianer hing eng mit ihrer Geschlechterverfassung zusammen. Jede Ayllu hatte ihren Huaca (Geschlechtsgott), der nach alter Uberlieferung einst in grauer Urzeit die ersten Vorfahren ihres Geschlechts erzeugt hatte und dadurch zu dessen Gründer und Beschützer geworden war. Zu gewissen Zeiten wurden ihm zu Ehren feierliche Umzüge mit Tanzen und Opferungen veranstaltet und er als Urvater seines Geschlechts um seinen Schutz angerufen.

i) Im nachsten Kapitel werde ich das Verwandtschaftssystem der Indianer Mittelperus naher erlautern.