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Geschichte und Kultur des Inkareiches

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gardo „wurde darauf genommen, was jemand selbst im Besitz hatte.”

Zu bestimmten Zeiten wurde ein Teil der Gemeindeherden geschlachtet und das Fleisch unter die Familien des Dorfes verteilt. Der kleinere Teil davon wurde frisch gegessen, das andere in Streifen geschnitten und getrocknet. Obgleich meist hart und zah, galt solches Fleisch als Leckerbissen und wurde in manchen Gegenden nur an hohen Festtagen genossen.

An gewöhnlichen Tagen ass der Indianer kein Fleisch. Der Bestand an Lamas sollte möglichst geschont werden. Deshalb war es eine wichtige Aufgabe der Dorfvorsteher, jede unangebrachte Behandlung und Schadigung der Lamaherden zu verhüten. Weibliche, zur Aufzucht geeignete Tiere durften in keinem Fall geschlachtet werden. Und femer mussten die mit der Caracha (einer damals in Peru weitverbreiteten Seuche, behafteten Lamas sofort getötet und eingegraben werden. Langes Zögern damit war, um Ansteckungen zu vermeiden, nicht gestattet.

Erst durch die Lamazucht wurde es möglich, dass sich in den hochgelegenen Gebirgsdistrikten jene verhaltnismassig starke Bevölkerung zu erhalten vermochte, welche die Spanier dort bei ihrer Ankunft vorfanden. Nicht selten lebten sogar die Bewohner jener Gebiete besser, als die Dorfschaften der warmen Taler, da diese ïhnen gegen Wolle, Felle und getrocknetem Fleisch jederzeit gern einen Teil des Ertrages ihres fruchtbaren Bodens auslieferten. Polo de Ondegardo berichtet denn auch darüber in seinem vorerwahnten Raport (S. 159):

„Man Wann sagen, dass in einem grossen Teil des Reiches das Volk nur durch die Herden erhalten wird. Diese kommen selbst noch in den kaltesten Regionen fort, und dort haben sich denn auch besonders die Indianer angesiedelt, sowohl in allen Teilen Collaos (Collasuyus) wie an den Grenzen Arequipas und nach der