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Geschichte und Kultur des Inkareiches

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eine Benennung, die in ihrer Bedeutung völlig dem alten deutschen Wort „Mark” entspricht. Als ich vor nahezu vierzig Jahren beim Studium der südamerikanischen Indianerkulturen mehrfach auf dieses Wort stiess, glaubte ich zunachst, es müsse durch die Spanier in den Wortschatz der Indianer hineingelangt sein; denn wie sollten diese zu einem Wort kommen, das sich in gleicher Bedeutung auch im Spanischen findet und mehrfach in Verbindung mit anderen altspanischen Wörtem vorkommt. Nahere Nachforschungen zeigten mir j edoch, dass das Wort Marca schon in frühester peruanischer Zeit zusammen mit indianischen Geschlechts- und Totemnamen (Namen von Tieren, die von * den Indianem als Wappentiere imd Genossenschaftssymbole verehrt wurden) gebraucht worden ist, und dass von ihm eine Reihe weiterer Benennungen abgeleitet worden ist, die unzweifelhaft indianischen Ursprungs und Charakters sind. Auch war der Gebrauch des Wortes in Peru nicht auf einige wenige Landesteile beschrankt, sondern erstreckte sich sowohl auf die Khetschua- wie auf die Aymara-Indianer, nur dass das c oder k in dem Wort Marca von den AymaraStammen weit scharfer und harter ausgesprochen wurde, als von den nördlichen Stammen.

Solche Zusammensetzungen des Wortes Marca mit Tiernamen waren einst im Inkareich sehr zahlreich. Bei dem Studium der alten spanischen Berichte, besonders der Corregidoren, stösst man immer wieder auf Namen wie Pu ma marca (Silberlöwenmark), Amarumarca (Schlangenmark), Cundurmarca (Kondormark), Pacomarca (Lamamark), Huamanmarca (Falkenmark), Alcomarca (Hundemark), Toctomarca (Bienenmark), Chucurimarca (Wieselmark), Huacarmarca (Mark des weissen Reihers) usw.

Die spanischen Beamten, die natürlich vom Totemismus nichts wussten, konnten sich diese ïhnen höchst seltsam erscheinende Benennung der Landbezirke nach Tieren nicht