is toegevoegd aan uw favorieten.

Geschichte und Kultur des Inkareiches

Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

es nicht, wie es auch im Inkareich keinen Einspruch gegen ein gefalltes Urteil und keine Appellation an ein höheres Gericht gab. Verstiess das Verbrechen oder Vergehen gegen das alte Gewohnheitsrecht des Stammes, so gehorte es vor den als Dorfrichter fungierenden Dorfhauptling. Nur wenn mehrere Tater vorhanden waren und diese verschiedenen Dorfschaften angehörten, hatten die Hauptlinge der Tausendund Zehntausendschaften das Recht und die Pflicht, die Schuldigen vor ihr Forum zu laden.

Kein besonderer Richterstand

Aus einer Stelle in den „Comentarios reales” (Buch V, Kapitel 9) des Garcilasso de la Vega ist zwar vielfach von neueren Autoren gefolgert worden, dass es in Peru einen besonderen Richterstand und verschiedeneArten von Gerichten gegeben habe. Garcilasso, der sich, wie in manchen anderen Fallen, auf eine verlorengegangene Schrift des Jesuitenpaters Bias Valera bezieht sagt namlich: „Es gab gewisse Richter, deren Pflicht es war, sowohl die Tempel und öflentlichen Gebaude wie auch die Privathauser zu beaufsichtigen. Man nannte sie Llactacamayoc. ”

Aus dieser kurzen Bemerkung auf die Existenz eines besonderen Richterstandes im alten Peru zu schliessen, ist geradezu absurd; denn das von Garcilasso für die Richter gebrauchte Wort „Llactacamayoc” besagt nichts anderes als „Dorfamtsinhaber”, das heisst Dorfvorsteher. Die hohen Richter waren demnach auch nach Carcilassos Ansicht zugleich Dorfvorsteher oder, wie wir in Deutschland sagen würden, Dorfschulzen.

Cristobal de Castro und Diego de Ortega More jon haben deshalb völlig recht, wenn sie in ihrem 1558 erstatteten Bericht über die Verwaltung Chinchasuyus („Relacion y declaration del mode que este valle de Chincha y sus comarcanos se gobernaban antes que hobiese ingas”, Band jo