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Geschichte und Kultur des Inkareiches

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in nichtöffentlichen Sitzungen abgeurteilt zu werden. Es sollte nicht durch öffentliche Verhandlungen und Bekanntgabe ihrer Verurteilung der Respekt der grossen Volksmasse vor ihren Beherrschem herabgemindert werden. Deshalb wurden sie auch sehr selten zu Todesstrafen verurteilt, sondem nach einer abgelegenen Gegend des Reiches verbandt und dort in einer Pucara unter strenge Aufsicht des Befehlshabers gestellt.

Gleich den Angehörigen des Inkastammes nahmen die Priesters eine rechtliche Sonderstellung im Inkareich ein. Die Zwistigkeiten zwischen den Priestem der verschiedenen Tempel sowie Streitigkeiten über religiöse Fragen und die Anteile der Priester an den Opfergaben konnten nicht vor den Dorf- und Stammesgerichten verhandelt werden. Zustandig dafür waren nur die von den Priester gebildeten geistlichen Gerichte unter Vorsitz des Hohenpriesters, des Huilca-Umacuna (Oberhauptes der Nachkommenschaft), derer es vor der spanischen Invasion zehn oder zwölf in Peru gab.

Bekanntgabe netter Geset^e und Verordnungen der Inkas

Da die Inkas keine Schrift hatten, konnten natürlich die Gesetzerlasse nicht aufgezeichnet und in Schriftform den in den verschiedenen Teilen des Reiches stationierten Inkabeamten und Hauptlingen mitgeteilt werden. Um dennoch' die von ihnen erlassenen Gesetze und Verordnungen bekannt zu geben, behalfen sich die Inkaherrscher derart, dass sie die Inkabeamten an bestimmten Orten zusammenriefen und ihnen ihre neuerlassenen Gesetze und Verfügungen von pjnem der höchsten Beamten verkünden liessen. Schien ihnen das aus irgendwelchen Gründen zu umstandlich, so wurden Sendboten an die Inkabeamten, vor allem an die Tucricuccuna ausgesandt mit dem Auftrag, diese von dem Inhalt der neuen Gesetze zu unterrichten und darauf zu achten, dass die