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Geschichte und Kultur des Inkareiches

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Huiracocha, der Schöpjer

Demnach hat Betanzos im Wesentlichen recht, wenn er den Namen Huiracocha mit Hacedor del mundo (Erschaffer der Welt) übersetzt und dem vorwiegend im südlichen Küstengebiet gebrauchlichen Wort Pachacamac gleichstellt. Ein gewisser Unterschied ist freilich doch zwischen beiden Namen vorhanden; denn das Verbum camay (sprich camach) bedeutet im eigendichen Sinne nicht machen, erschaffen, hervorbringen, sondem beseelen, beleben, zum Leben erwecken. Der Gott Pachacamac ist deshalb, genau genommen, nicht der Erderschaffer, sondem der Erdbeleber oder Erdbeseeler.

Von den Ufem des Tidcacasees drang spater, als die Tnkas ihr Reich mehr und mehr ausdehnten, die Bezeichnung Huiracocha auch in andere Gegenden vor, vermochte aber die alten Gottesbenennungen der dort sitzenden Stamme nicht völlig zurückzudrangen. Name und Kult der einheimischen Gottheiten blieben bestehen, vermischten sich aber teilweise mit dem des neuen Gottes. So entstanden in Peru für den hóchsten Gott eine Reihe neuer Benennungen, wie zum Beispiel Ticsi-Huiracocha (Ticsi ist die Grundlage, das Fundament, auf dem etwas ruht), Illapa-Ticsi-Huiracocha (Illapa, der Strahlende, Helleuchtende), Caylla-Huiracochac (Calla, der stets nahe, der allgegenwartige Gott), Con-Huiracocha (Con nannten die Stamme an der mittleren Küste ihren alten Lichtgott), Coniraya-Huiracochan (Coniraya war der alte Stammgott des Huarochiri-Stammes am Rimafluss).

In anderen Gegenden wurden dagenen die alten Gottheiten, wie Pachacamac (Erdbeleber), Pacharurac (Erdhersteller), Pachayachic (Erdbelehrer, Erdinstrukteur) einfach mit Huiracocha identifiziert und dieser in den Lobhymnen bald mit diesem, bald mit jenem Namen angerufen.