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Geschichte und Kultur des Inkareiches

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englische Ubersetzung von R. Qements Markham, Seite 30):

„Uiracochaya punchaucachun, tutacachun nispac nicpunchauchuri yquicta casillacta, quispillacta purichic mnamascay”.

Zu deutsch:

Schöpfervater, der du die Tageshelle, Tag und Nacht, gemacht hast, gewahre uns ruhevolle Tage voll Sonnenlicht. Lass sie (die Sonne) aufsteigen und ihre Bahn wandeln, damit sie den Menschen leuchte.

Auch zu Anfang eines anderen von Christoval de Molina mitgeteilten, an Huiracocha gerichteten Gedichts (spanische Ausgabe der Fabulas y ritos, Seite 38; englische Ubersetzung Seite 31) heisst es:

„APunchaoyuca, intiyaya, Cuzco tambo cachun”1). Zu deutsch: O, du Tageslichtbeherrscher, Sonnenvater, der du Cuzco zur Raststatte (Wohnsitz der Inkas) machtest.

Huiracocha wird demnach in beiden Gebeten zugleich als Tageslichthersteller und als Sonnenvater angerufen, der die Sonne ihre Bahn wandeln lasst und dadurch die Welt erleuchtet.

Erst nachdem Huiracocha auf diese Weise die Erde bewohnbar gemacht hatte, schuf er nach der peruanischen Sage die Menschen und zwar gleich Mann und Weib — die Sage, dass die Frau vom Manne stammt, war den Indianern bis

!) Ich gebe hier den Khetschuatext wieder, den ich bei Clements R. Markham auf Seite 31 seiner Uebersetzung des Molinaschen Berichts finde, da dieser Text meiner Ansicht nach richtiger ist, als der in der spanischen Ausgabe der „Fabulas y ritos”. Fehlerfrei ist freilich auch der Markhamsche Text nicht. Die Abschreiber der Manuskripte haben offenbar keine Kenntnis der Khetschuasprache besessen und daher nicht verstanden, was sie abschrieben. Oft haben sie Buchstaben und Endsilben eines voraufgehenden Wortes einem nachfolgenden Wort vorangesetzt und mit diesen verbundene oder zusammengesetzte Wörter ohne Rücksicht auf ihren Sinn getrennt, andere Silben sinnlos zusammengefügt und schlecht geschriebene Buchstaben, die sie nicht lesen konnten, unrichtig erganzt. So heisst es zum Beispiel bei Markham im ersten der oben erwahnten Gebete „Uiracocha yapunchau cachun-tuta cachun und in der spanischen Ausgabe „Viracochaya, punchao-cachuntetucachun ,wahrend es „Viracochaya punchao-cachun tuta-cachun” heissen muss. Und in dem zwei ten Gebet wird der Satz „A punchau-Inca, intiyaya Cuzco-tampu cachun” in „ApunchauYnca Yutiryaya, Cuzco tampu-cachun” verkehrt. Fast jedes der von Molina aufgezeichneten Gebete enthalt derartige sinnenstellende Textverhunzungen, die leider nirgends von den Herausgebern der betreifenden Molinaschen Berichte komgiert worden sind. —