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Geschichte und Kultur des Inkareiches

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Sohn, der des Vaters Haus und Gehöft übernehmen konnte, nicht vorhanden, so erbte der alteste Bruder des Gestorbenen die Conopas.

Schut^geister und Amulette

Vielen Indianem genügte aber der Schutz ihrer Familiengötter nicht. Sie erwahlten sich obendrein aus der Zahl ihrer zum gleichen Geschlecht gehörenden Ahnen noch einen besonderen Schutzgeist, einen Huauquey (sprich Wha-uhkeh). Das Wort bedeutet eigentlich Bruder, doch wird darunter sehr selten der leibliche Bruder verstanden, sondern der zur Ayllu gehorende Kollateralbruder, der brüderliche Freund und Gefahrte.

Es hangt diese Wahl von Schutzgeistem mit dem Glauben der Indianer an rachsüchtige Totengeister zusammen. Sie glaubten namlich, dass der Geist eines Menschen, Ula, das heisst das Leuchtende, genannt, beim Tode eines Menschen dessen Körper als unsichtbare Lichtgestalt verlasst und nun auf der Erde ziellos herumirrt. Meist bleiben diese Geister der Gestorbenen mit ihren noch lebenden Verwandten in einem gewissen Zusammenhang und schützen sie vor Ungemach; aber anderseits suchen sich auch manche Geister an jenen, die ihnen einst Ubles erwiesen haben, auf jede Weise zu rachen. Zur Abwehr solcher Rachsucht ist es deshalb nötig, sich aus der Schar der guten Geister einen Schutzgeist zu erwahlen.

Auch durch Erwahlung eines solchen Schutzgeistes glaubt sich jedoch mancher der Inkaperuaner noch nicht genügend gegen versteckte Angriffe, besonders gegen ihn bedrohende Zauberkünste gesichert zu haben. Er nahm deshalb gem seine Zuflucht zu Amuletten, deren fast jedermann einige besass. Meist waren das seltsame Steine oder Metallstückchen, die angeblich aus der Ursprungsstatte eines Geschlechts stammten, femer Uberbleibsel eines Totemtieres, wie zum