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Geschichte und Kultur des Inkareiches

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Darbietung eines braunen Lamas, eines Huanakos oder Vicunas. Sollte das Opfer aber eine ungewöhnliche Wirkung haben oder die Gewahrung der erbetenen Gnade eine besondere Kraftanstrengung des Huiracocha erfordem, so musste ihm ein weisses Lama oder ein Mensch als Opfer dargebracht werden und auch nicht nur ein einziges Exemplar, sondern mehrere. Untergeordnete Gottheiten mussten sich dagegen mit dem Opfer eines Meerschweinchens, eines Hundes, eines Aguti oder einiger eingefangener Vogel begnügen. Die kleinen Feldgottheiten, wie die Sara-Conopas oder Cocamamas, konnten sogar nur Anspruch auf einige Maiskolben, Kartoffeln, Cocablatter erheben.

Unerlasslich war, dass bei allen Tieropfem, den grossen wie den kleinen, die althergebrachten Vorschriften genau befolgt wurden. Ein Abweichen von-der alten Verfahrungsweise beeintrachtigte unfehlbar die gewünschte Opferwirkung. So durftenbeispielsweisedieOpfer-priestervor dervon ihnen vorgenommenen Tötung eines Opfertieres nicht gewisse Speisen genossen und in letzter Zeit keinen intimen Umgang mit Frauen gehabt haben. Femer musste ein Lama bei der Opferung so gehalten werden, dass sein Bliek die Richtung nach Osten hatte, der aufgehenden Sonne entgegen. Auch durften zu den verschiedenen Opferungen nur ganz bestimmte Opfergerate verwandt werden.

Im AUgemeinen vollzog sich die Opferung eines Lamas in folgender Weise: Zuerst wurde vom Opferpriester das zum Opfem bestimmte Tier genau untersucht, ob es nicht irgendwelche körperlichen Fehler hatte. Dann nahmen die Gehilfen des Opferpriesters, die Naccacs (Schlachter, Halsabschneider) das Opfertier in Empfang und hielten es so, dass es nacht Osten blickte. Darauf wurde ihm nach einem Stich in die Kehle die Brust geöffnet, Lunge, Leber, Nieren und Eingeweide herausgeholt und von dem Opferpriester sorgfaltig geprüft, um zu ermitteln, ob das Lama nicht doch viel-