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Geschichte und Kultur des Inkareiches

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das Tarpuntay-Geschlecht dazu auserssehen war, dem Volk die hochangesehenen Opferpriester zu stellen, fïir die Angehörigen der Tarpuntay-Ayllu nicht nur eine ehrenvolle Auszeichnung, sondem zugleich ein gutes Geschaft, denn ein wesentlicher Teil der vom Volk den Göttem dargebrachten Opfergaben fiel den Opferpriestem zu, die ausserdem wie die übrigen Inkageschlechter in der Umgegend von Cuzco ihre eigenen Landereien hatten.

Weit niedriger im Range standen die Umucuna, die zwar auch opfern konnten, aber nur kleine, minderwertige Tiere. Hauptsachlich fungierten sie als Sprechpriester (Vorbeter). Neben dieser Priesterschaft finden wir im Inkareich eine grosse Schicht von Wahrsagem, Geisterbeschwörem, Zauberem, Heilkünstlern, die nicht als eigentliche Priester galten, aber dennoch im religiösen Leben der Indianer eine grosse Rolle spielten. Zu diesen gehörten vor allem die Callparicucuna, die Inhaber besonderer Krafte (Callpa, bedeutet in der Khetschuasprache Zauberkraft, Ubergewalt), die aus den Eingeweiden der Tiere, insbesondere den Limgen, die Zukunft zu erkennen vermochten; femer die Huirapiricuccuna, die aus dem Rauch verbrannter Eingeweide kommende Ereignisse voraussagten; die Camascacuna, die angeblich mit dem Donnergott in Verbindung standen und durch dessen Beschwönmg mit ïhm geweihten Krautem verschiedene Krankheiten heilen konnten; weiter die Laycacuna, die Bereiter von Zaubergetranken, die durch diese Menschen und Tiere verzaubern konnten usw.

Das grosse Sonnenjest in Cusgo

Am besten veranschaulichen die grossen in Cuzco gefeierten Religonsfeste den Kult der Inkas. Eines der wichtigsten ihrer Feste war das im Mai gefeierte Intip Raymi, das Sonnenfest, das durch ein dreitagiges Fasten eingeleitet wurde.