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gehort, wicwohl ausschliesslich das Spicl der Phantasie beruhend auf ihrem Glauben sie dabei leitet, so giebt es doch auch Reisende und Naturforscher, die in dem Darwinistischem Glauben an die Mimicry-Lehre aufgewachsen, iiberall hierfür die Bestatigung zu sehen glauben, und dabei auch viclmehr durch ihre auf den Glauben sich stützende Einbildung als durch sorgfaltige objective Beobachtung geleitet werden. Allerlei Thatsachen findet man so berichtet, vor allem aus der tropischen Natur, welche, wenn man sie selbst unparteiisch beschaut, ofïfenbar nur auf solch einem Spiel der Phantasie beruhen. So bildet ein englischer Gelehrter, der von diesem Gegenstand ein Specialstudium gemacht hat, die Raupe einer indischen OphideresarX. in der Haltung ab, welche sie in der Ruhe annimt, und zwar um damit zu zeigen, wie diese Raupe, dadurch dass sie so die auf ihren zweiten und dritten Abdominal-Segmenten befindlichen Augenflecken scheinbar auf dem ersten Teil des Körpers zeigt, diesen hierdurch cinen Kopf ahnlich macht, auf welchem die Augenflecken dann als Augen vorkommen '). Ich habe jcdoch auf Java in grosser Zahl Op/i i der es- Ra u pc n gezüchtet, und kann fest versichern, dass diese Haltung bei keinem unbefangenen Beobachter den Eindruck hervorrufen kann, dass dadurch ein Kopf nachgeahmt wird. Im Gegenteil licfert dies cinen gutcn Beweis wie solche runden Flecken durchaus nicht notwendigerweise Tieraugen nachahmen; aber für die MimicryManie darf dies nun einmal nicht anders sein und kommt dabei die Phantasie zu Hilfe. Wie hervorragend das hier gemeinte Werk jenes Gelehrten dann auch im Uebrigen ist, kann nicht verkannt werden, dass der Autor mir vollkommen unter dem Eindruck dieser Autosuggestion zu stehen schcint. Fast in jedem Strichelchcn oder Fleckchen einer Raupe sieht er Nachahmung, hier von diesem, dort von jenem, und wenn man nun bedenkt in wie unendlicher Verschiedenheit in Farbe und Gestalt, Blatter, Zweige, Rinde, Früchte, Knospen, Bluten, u. s. w. vorkommen, dann wird es klar dass man mit so viel

i) The colours of animals, their mcunlng and use, especially considered in the case of insccts, by Edward Bagnai.i. Poulton, London tSi)o.

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