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Augen bedeckenden Brille gehalten werden soll, oder diese in den bekannten Bewegungen der Vorderfüsse der danach benannten Mantis religiosa L. eine wirkliche Nachahmung des menschlichen Betens sehen werden. Man sieht also in wie ausgedehntem Masse der Zufall auch bei diesen so auffallenden Fallen von Mimicry mitwirkt. Was die KallunaArten betrifift, sind die Hauptfaktoren der Mimicry die lange, schraglaufendc, vertikale Linie auf der Unterseite der Flügel, welche einen Blattnerv nachahmt und die spitze an ein Blatt erinnernde Flügelform. Dasselbe findet man jedoch bei einer Menge Lepidopteren ohne doch Mimicry zu verursachen, es ist allein wieder der Umstand einer besonders starken Entwicklung des ersten Faktors, der zufallig mit dem zweiten bei demselben Tier zusammentrift, was hier der Aehnlichkeit einen so stark tauschenden Charakter giebt. Etwas derartiges zeigt sich auch bei der in Europa zur Beobachtung bequemeren Mimicry von Phalcrci bucephala L., ein Schmetterling der in der Ruhe sehr tauschend eïnem erst eben abgebrochenen Stückchen eines Zweiges gleicht. Diese Mimicry beruht auf drei Faktoren. Erstens auf der langlich runden Form, welche auch verschieden andern Schmetterlingen eigentümlich ist; zweitens auf der allgemeinen Farbe, die von der noch naher zu besprechenden allgemeinen Einwirkung der I<arbe der Umgebung verursacht sein kann. Aber drittens undwohl hier als der bedeutendste Faktor, durch einen heil ockergelben oder gelblich-weissen Fleck an der Spitze der Vorder-Flügel auf der Oberseite, welcher in der Ruhe vollkommen dem gelblich-weissen Bruch eines eben abgebrochenen Zweiges zeigt, von brauner Rinde umgeben. Solch ein Gegenstand ist nun jedoch eben sowenig wie der obenerwahnte Vogelschmutz stets in der Nahe solcher Schmetterlinge befindlich, sodass dabei ebensowenig an eine willkürliche als an eine unbewusste aber doch immer einen langen Zeitraum hindurch fortgesetzte Nachahmung gedacht werden kann. Wie kann diese Mimicry dann entstanden sein? Bei einer Vergleichung mit verwandten Arten lasst sich dies erklaren. Ausser bei Plialera Bucephala L. und der osteuropaischen Pk. buceplialoides OCHS., welche beide diese Mimicry zeigen, findet man

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