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erscheinungen. Wie viel eine genauere Untersuchung bei den meisten dieser Falie auch zu erklaren vermag, immer wird man doch auf Thatsachen stossen, welche allen Auslegungen zu widcrstehen scheinen, abgesehen von solchen, welchc eine vor nichts zurückschreckende Spekulation stets zu finden weiss, wie z.B. Fr. MÜLLER's Hypothese der gegenseitigen Mimicry hierzu ein gutes Beispiel ist. Der Grund ist dann auch einfach der, dass namlich auf diesem Gebiet ein Faktor auftritt der für jede Erklarung unerreichbar ist, und dieser ist der Zufall. In solchen Fallen hat man diesem Umstande Rechnung zu tragen, und dass man hierzu Recht hat, gelit aus den oben von mir angeführten Beispielen unwiderleglich hervor.

Denn wollen schon einige Naturforscher nichts von Zufall wissen, weil dies mit ihrer Auffassung betreffs d.h. ihrem Glauben an eine bewusste Weltordnung sich nicht vereinigen lasst, für mich ist dies nichts andres als ein notwendiges Ergebniss des Unendlichen, dass ebenso wie im Raum sich auch in der Bewegung ofïfenbart. In Fallen wie den angeführten lasst es sich nicht leugnen; als ein Auftreten, wohl zu begreifen, von solchen Thatsachen, die sicher auch wohl aus durch Gesetze bedingten bekannten oder unbekannten Ursachen ihren Ursprung nehmen, doch deren Vorhandensein unter den bestimmten zeitlichen oder örtlichen Umstanden, wo sie sich zeigen, in keinem ursachlichen Zusammenhung steht mit den Ereignissen mit denen sie dann zusammentreffen. Mit grosser Genugthunung hörte ich dann auch BüTSCHLI in einer auf dem letzten Internationalen Zoologischen Kongress gehaltenen Vorlesung „Ueber Vitalismus und Mechanistnus" es aussprechen, dass bei dem Auftreten und der Weiterentwicklung der Organismen die Mitwirkung des Zufalls nicht zu umgehen ist.

III.

Solch eine andere Ursache von Aehnlichkeit kann bisweilen die Homoeogenesis sein, die Thatsache namlich, dass zwei Tiere, obgleich systematisch in keiner Weise nahe miteinander verwandt, doch dem-

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