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organischen Natur ist, und dass so jedes Wesen - mogen dabei auch kurze oder lange Perioden von Stillstand eintreten _ einer fortdauernden Evolution unterworfen ist. Oder auch meint man, wenn übrigens das Bestehen eines solchen Prozesses wohl erkannt wird, noch wohl irrtumhch dass dieser dann nicht für jede Art selbstandig verlaufen sollte, sondern auf derartige an die alte Theorie der Schopfungsperioden erinnemde Weise, alsob allgemeine, alle lebenden Wesen zugleich betreffende, Perioden von Evolution nut eben solchen allgemeinen von Stillstand abwechselten. Auc 1 vergisst man wohl, dass dieser evolutionelle Veranderungsprozess keineswegs durch den gegenwartig bestehenden Zustand abgeschlossen und somit beendet ist, sondern stets fortlauft, auch wenn die statthabenden Veranderungen zu gering sind urn durch die direkte, nicht wissenschafthch "eleitete Beobachtung bemerkt werden zu kunnen. Auch fur denjenigen, welcher z.B. mit dem lange geologische Zeitraume hindurch zu verfolgenden Werdeprozess des Pferdehufes bekannt ist, scheint es doch haufig schwierig zu sein urn sich vorzustellen, dass dieser gegenwartiger Huf nun absolut nicht notwendiger Weise das Endziel dieser Evolution zu sein braucht; dass zwar die Möglichkeit besteht, dass die lierformen, bei denen er vorkommt, ohne sich weiter zu vcrandern, untergehen werden, aber dass sich daraus auch ebenso gut wieder andere Formen mit anders geformten Hufen enttvickeln können. Und als eine Folge dieser beschrankten Ansicht werden nun ebenfalls sehr allgcmein die lierarten, obschon sie thatsachlich nur systematisch eine festen Begn darstellen, auch biologisch derartig aufgefasst, und wird ganzlich übersehen, dass sie in Wahrheit, abgesehen von den Zeitraumen von Epistase, sich in einem Zustand von orwahrender Veranderung befinden, welche sich bei jedcm der dazugehörenden Individuen, je nach seiner Individualitat anders offenbart, und so die zahllosen kleinen Unterschiede entstehen lasst, deren natürliche Erklarung dann auch nicht verstanden wird und darum mit dem andern grossen Schlagwort „Variabilitat" ausgedrückt wird.

Variabilitat also d.h. in Darwinistischem Sinne — woraut

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