Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

mussen, ist hinsichtlich des Körperbaucs ausserst gering im Vcrgleich mit dem zwischen beider Psyche, und dies lasst sich allein durch eine dementsprechende specielle Evolution des Centralnervensystems erklaren, welche die Werdung desMenschenund seine weitere Entwickelung als Mensch möglich gemacht hat.

Auch bei den Insekten sind sehr belangreiche gleiche Momente zu beobachten. Besonders fallt dies auf in dem offenbar selbstandigen Charakter des Umgestaltungsprozesses, welcher dort das prothoracale Flügelpaar verschwinden liess. Noch gegenwartig kann die Thatsache, dass früher solch ein drittes Flügelpaar bestanden haben muss, aus geringen Ueberbleibseln bei einigen Mantiden und Hemipteren r.och vorhanden, abgeleitet werden. Nun sind aber von C. BRONGNIART in seinen Recherches pour servir a l'histoire des insectes fossiles des temps primaires, précédées d'itne étude sur la nervatioti des insectes viele fossile Insecten aus dem devonischen, dem Steinkohlen- und dem Jura-Zeitalter beschrieben, wovon ein sehr belangreiches Resumé durch Illustrationen erlautert auch von ihm in La Nature 1895 veröffentlicht wurde. Darunter befinden sich verschiedene Formen von Neuropteren, namlich Pseudoneuropteren, verwandt mit den heutigen Kamillen der Ephemeriden, Odonaten und Perliden, aus welchen vermutlich die Trichopteren und Lepidopteren hervorgegangen sind, und bei einer grossen Anzahl der alleraltesten Formen dieser Insekten sind nun Anhangsel sichtbar an dem Prothorax, welche ofïfenbar Rudimente sind eines dritten dort angehefteten Fliigelpaares. Woraus also folgt, dass ursprünglich dieselben drei Paar Flügel, jedes Paar entsprechend einem paar Thorakalfüsse, besessen haben, von denen das vorderste Paar jedoch in dem devonischen und dem Steinkohlenzeitalter bereits bei vielen Arten so weit atrophiert war, dass davon nur noch Rudimente iibrig waren. Sodass deshalb auch bei jenen Insekten solch eine, langsam wahrend sehr langer Zeitraume fortlaufende, evolutionelle Veranderung eines einzigen Organes stattgehabt hat, schliesslich zum Verschwinden desselben führend, ohne dass jedoch irgendwelcher Grund vorhanden Ist, dieser Umgestaltung einen andern als einen durchaus selbstandigen, auf dieses eine Organ beschrank-

Sluiten