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Auch die spater ad V noch niiher zu besprechcnde Hemmung oder Beschleunigung der Farbenevolution bei Lepidopteren, durch die Einwirkung von abnormaler Warme oder Kalte auf die Puppen, ohne dass dadurch der ganze übrige Organismus, ausser in einzelnen Pallen solclie Teile, welche ebenfalls in einem bcsondern Evolutionszustand sich befinden, bcrührt werden, weist deutlich auf die Selbstündigkeit diescr Evolution. Uarum sieht man dann auch bisweilcn in denselben natiirlichen Gruppen ein einziges Organ bei einigen dazu gehörenden Tieren sich so selbstandig entwickeln, das sie dies in diescr Beziehung eigentlich ganzlich von jener Gruppe trennt, so z.B. die Entwicklung des Auges bei den höheren Mollusken.

Höchst belangreich hinsichtlich der absoluten Selbstiindigkeit dieser Veranderungen einzelner Organe sind vor allem die soeben genannten Beispiele in welchem dies sich als das allmahliche Verschwinden davon ofïfenbart. Denn der cvolutionelle Charakter ist doch derselbe, ob es sich urn die Entstehung oder den Untergang eines Organes handelt; \vo also die Selbstiindigkeit im letzten Fall so sehr feststeht, ist diese auch beziiglich des ersten schwerlich zu bezweifeln. Vergegenwartigen auch solche Prozesse, wie der, welchen ich l- arbcnevolution genannt habe, der von dem Verschwinden des Horns der SphingidemdiUQzn, und der von der Verkleinerung der Flügel bei den Lepidopteren, nur Erscheinungen von Verkümmerung, daraus muss doch notwendigerweise folgen dass wo eine derartige evolutionelle Veranderung so selbstandig wahrend einer sehr langen Zeit in einer bestimmten Richtung verlaufen kann, solches mit einem Prozess von zunehmender Evolution dann doch offenbar wohl ebenso selbstandig stattfinden können muss. Sicher gilt dies dann auch wohl hinsichtlich des Bestehens einer bestimmten Richtung hierbei, welche doch in diesen Fallen von Atrophic so deutlich in das Auge springt, dass man wirklich gencigt sein könnte darm einen bestimmten Zweck zu erkennen, und auch betreffs des allmahlich, schrittmassigen, keineswegs sprungweisen, Verlaufens davon.

Die Kraft, mit welchei die Entwicklung solch einer Orga-

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