Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

würde, dass, \vo in dem Prozess der evolutionellen W crdung auch Zeitabschnitte von Beschleunigung angenommen werden mussen von verhaltnissmiissig sehr kurzer Dauer, I- ossile gerade aus solch einem kurzen Zeitabschnitt abstammend nur sehr ausnahmsweise erhalten geblieben sein werden, und deshalb das Fehlen derselben an und für sich kein Argument von einiger Bedeutung bilden kann.

Ich habe mich genötigt gesehen, diese Erscheinung der Heterepistase hier so ausfiihrlich zu behandeln, weil, ohne diese Eigenart des Wesens der Evolution deutlich zu erkennen, auch die dazu gehorige Thatsache unmöglich genügend verstanden werden kann, welche ich Farbenevolution genannt habe. Dies letztere ist gleichwohl absolut notwendig urn wiederum die Wirkung der andern Evolutionserscheinung, von ElMER Homoeogenesis genannt, in Verbindung damit verstehen zü können, und so einige Falie, die in der Betrachtung der Anhanger der Mimicry-1 heorie stark auf den Vordergrund getreten sind und sehr zu dem Annehmbarmachen und Verbreiten derselben beigetragen haben, richtig zu würdigen.

Falie, die dann auch ohne diese Kenntnis vollkommen unbegreiflich sind, aber mit Hülfe derselben sehr gut ausserhalb jener Theorie verstanden werden können, und so ihre Ungültigkeit in dieser Hinsicht deutlich beweisen; was nun betrefits solcher auf den Vordergrund gestellter und in der That scheinbar unerklarlicher Erscheinungen, welche man der Mimicry zuzuschreiben beliebt, für meine Bestreitung dieser Theorie von grosser Wichtigkeit ist.

In Folge der fortdauernden Ungleichheit in der Entwicklung, welche die stets fortlaufende Veranderung der organischen Natur, ihr sogenanntes evolutionelles Leben, beherrscht, wahrend diese Entwicklung überdies durch Zeiten von Epistase unterbrochen wird, deren Dauer ebenfalls ausserst ungleich ist, zeigt es sich nun dass Arten, wiewohl sie im übrigen mit einander nichts gemein haben und in verschiedenen Gegenden wohnen, hinsichtlich der bei ihnen selbstandig verlaufenden Entwicklung einer der genannten Organismuseinheiten, und damit z.B. bei Lepidopteren in ihrer Zeichnung,

Sluiten