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auf den gleichcn Standpunkt zu stehen kommen; wiewohl die eine viel schneller dazu gekommen ist oder selbst einen anderen Weg dorthin verfolgt hat als die andere, und dass ebenso auch der fernere Verlauf dieser Prozesse bei beiden sehr verschieden sein kann. Sogar, kann solches, falls zufallige Einflüsse darauf zur Beschleunigung oder Hemmung der Evolution einwirken, ausschliesslich bei einzelnen Individuen von verschiedenen Rassen vorkommen, und auch, wie bei dem noch naher zu besprechenden Temperaturexperimenten, kiinstlich hervorgerufen werden. Diese Homoeogenesis lasst dann insofern bei beiden dieselbe Gestalt oder Farbe entstehen, und wenn nun eins von beiden, wie bei der Farbenzeichnung auf den Flügeln der Lepidopteren so hervorragend ist, dass die ganze aussere Erscheinung des Tieres davon beherrscht wird, führt dies daher zu gegenseitiger Aehnlichkeit, welche, falls sie ebenfalls sehr aufifallend ist, für Mimicry gehalten wird. Dies Aufïfallende ist jedoch, vveil es sich um optische Tauschung handelt, dabei ein absolutes Erfordernis. Vanessa urticae l. und V. polychloros l. sind z.B. sehr verwandte Schmetterlinge und haben daher eine grosse Gleichheit in der Entwicklung, im Auftreten der schwarzen Farbe und somit der gesammten Farbenzeichnung; so deutlich selbst, dass sie deshalb dann auch von den hollandischen Sammlern des 18. Jahrhunderts als die kleine und die grosse Aurelia unterschieden wurden; aber doch hat ein beziehungsweise kleiner Unterschied in der Nuance der Grundfarbe, die bei der letzteren Art mehr verblasst ist als bei der ersteren, mehr noch als irgendwelche zwischen ihnen bestellende Verschiedenheit in der Grosse, stets verhindert dass zwischen beiden an Mimicry gedacht wurde; vveil namlich die Farbe in diesem Falie oftenbar die grosse Rolle spielt und ihre Nuance jede Verwechselung hindert. Die am meisten bekannten Beispiele von sogenannter Mimicry bei Lepidopteren finden dann auch hierin, es sei ausschliesslich, es sei durch Zusammentreffen dieses Faktors mit andern noch naher zu besprechenden, ihre natiirliche Erklarung. Das erste zeigt sich z.B. bei den oben bereits erwahnten Fallen, welche für Wallage in seinen Studiën über die Papilioniden von

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