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verandern evolutionell; die Lage des Pigmentes wahrend dieses Prozesses ist nun zwar sicherlich wohl kein blosser Zufall, aber doch nur die Folge der Bedingungen nach welchen seine Menge sich dazu in jedem Organismus richten muss und wird also jedesmal durch den Zustand desjenigen Organismus, in welchem dies geschehen muss, beherrscht, abei nicht durch selbstandige allgemeine Regeln. Es ist danut ebenso, als wenn man eine gleiche Menge linte auf verschiedene Bogen Löschpapier giesst; auf jedem dieser Bogen wird dann ein Tintenfleck von anderer Gestalt entstehen, weil die Verbreitung der Tinte, welche die Gestalt des Fleckes verursacht, beherrscht wird durch die bei jedem Bogen verschiedene Capillaritat des Papieres.

Sicherlich wird nun haufig bei verwandten Individuen, Arten, oder sogar Genera, der Zustand der Organismen in dieser Beziehung sich wcnig unterscheiden, und demzufolge auch vielfach eine ziemlich grosse Gleichheit in der Zeichnung entstehen; jedoch ist dies keine Notwendigkeit; eine kleine für uns nicht wahrnehmbare Veranderung in der Zusammenstellung eines solchen Organismus kann sogar zwischen den Individuen ein und derselben Art eine grosse Verschiedenheit in der Zeichnung mit sich bringen. Dies kann man z. B. sehen an der Umgestaltung von Araschnia levana L. in A. prorsa L. und solches mit dem Uebergang Porima OCHS., insofern man wenigstens mit den Umstanden bekannt ist dass dabei ein durch Temperaturwechsel bedingter Prozess von Farbenevolution statt hat, und dies nicht als eine durch die Temperatur verursachte Farbenbildung oder I-arbenzerstörung ansieht. So sieht man auch im Verlauf des evolutionellen Verschwindens des Horns der Sphingiden-Raupen, früher von mir behandelt, diesen Körperteil bisweilen bei allen Arten eines Genus, wie z. B. bei Acherontia, dieselbe eigentümliche Gestalt annchmen, aber dagegen bei jenen eines andern Geschlechtes, bei Chaerocampa z. B., sich sehr verschieden formen. Weil namlich die Form, welche in solch einer Evolution auftritt, ganzlich beherrscht wird durch die korrelativen Forderungen jedes Organismus in welchem dies geschieht; so ist es dann auch mit der Form und Stellung

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