Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

wo, wie dies hinsichtlich der Farbenevolution der Fall ist, die individuellen Unterschiede sich uns so deutlich zeigen, viel mehr als dies bei andern evolutionellen Umgestaltungen der Fall ist. Jede Tierform von solch einer Serie muss dann ebenso wie eine solche chronologische Gruppe aufgefasst werden. In ihrem ganzen Umfang lasst die Serie deutlich die Thatsache des evolutionellen Fortschrittes in dem stetigen Zunehmen davon erkennen; aber keineswegs dürfen die individuellen Formen als ein phylogenetisch aneinandergekettetes Ganze aufgefasst werden, nur der Urang, die Richtung ist fiir alle Individuen derselbe und wird sicher auch dort wo einmal die Empfanglichkeit aufgetreten ist, wohl erblich werden und dadurch an Kraft zunehmen, aber die Form, in welcher sich dies aussert, die Weise, wie diese evolutionelle That;gkeit auftritt, kann bei jedem Individuum verschieden sein; gerade auch die in der Ruhe bestellende Panmixie macht solch ein aneinander gekettetes erbliches Fortschreiten davon unmöglich. Aus Serienstudien ist viel zu lernen, aber es ist damit ebenso wie mit der Statistik, womit auch alles was man will bewiesen wird; nur bei sehr vorsichtiger und durch keine Erwartungen a priori beherrschter Behandlung sind die Resultate davon wirklich wertvoll.

Was die Coleopteren betrifft, zeigt sich ofifenbar dasselbe wie bei den Lepidopteren, was hier natürlich dann auch / mit dem grossen Wort Variabilitat erklart zu werden heisst. Man findet dort bei sehr vielen Arten sei es noch das ursprüngliche Rot sei es die Verblassung derselben zu Hellbraun, Gelb oder Weiss auf den Deckschildern, bisweilen wie in den Geschlecht Odontolabes mit sehr wenig Schwarz, aber meist stark durch Schwarz vertrieben; viele Coleopteren sind dann auch bereits ganz schwarz geworden. Und die Weise wie das Schwarz auftritt und zunimmt, ist ebenso ungeregelt, nach den Arten und sogar bisweilen nach den Individuen verschieden; man findet sogar monstra, bei denen nur das eine Decksehild schwarz ist, wahrend das andre, wie man sagt, noch nicht ausgefarbt ist, d. h. in der evolutionellen Veranderung stillstehen geblieben ist und deshalb die frühere

Sluiten