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Rechenschaft zu geben. Was versteht man doch unter Klima ? Kalte und Warme, Trockenheit und Feuchtigkeit, allerlei meteorologische Wirkungen deren Einfluss auf die Organismen für uns noch so gut als ganz in Dunkeln liegen. Ja, aber auch die Entwickelung der zur Nahrung dienenden Pflanzen, deren Salzgehalt, und noch viele andere Dinge, alle vermutlich wieder von den ebengenannten Einflüssen abhangig, spielen dabei eine Rolle. Dass Pferde in einer steinigen Gebirgsgegend, auf hartem Boden, bessere, hartere Hufe besitzen als die in dem angrenzenden Land mit weichen morastartigem Boden, liegt wohl höchstwahrscheinlich in dem Unterschied des Bodens solcher Gegenden, aber doch nicht an der Feuchtigkeit des Klimats an und für sich dort, denn die kann im Gebirge vielleicht die gleiche sein, wie im Flachlande. Es giebt einen festen Unterschied in der Farbe des Pelzes wie auch in der des Fleisches des Hasen, welche in den Niederlanden in den trockenen Dünen- und Haidegegenden leben und den sogenannten „Grasbauchen" des niederen Landes. Aber ist dies eine Folge des trockenen Bodens, auf dem erstere leben, oder der Thatsache, dass sie von ganz andern Pflanzen sich ernahren wie die „Grasbauche" ? welche Pflanzen jedoch wiederum nicht allein der chemischen Art dieses Sandbodens sondern auch dem Umstande dass sie wenig Wasser nötig haben, ihr dortiges Bestehen verdanken. Die Einflüsse, welche auf derartige Weise einwirken, können sicherlich von sehr verschiedener Art sein; um darunter, wie es die herrschende Mode ist, jedoch hauptsachlich nur Kalte und Warme zu verstehen und dann diesen eine belangreiche, direkte Bedeutung in der Umgestaltung der Organismen zuzuschreiben, ist sicher in hohem Grade oberflachlich. Es sind hauptsachlich WElSMANN's Experimente mit Kalte und Warme auf Puppen von Lepidopteren, welche hierzu Veranlassung gegeben haben. Aber wenn wir dann z.B. so Otto BüRGER im Vorwort seiner im Jahre 1900 erschienenen Reisen eines Naturforschers im tropischen Siidamerika erklaren sehen dass die verschiedenen Arten von Schmetterlingen ihre für jedes Land eigentümliche Zeichnung und Farbung durch die klimatischen Verhaltnisse aufgepragt bekommen, und behaupten dass so

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