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noch nicht lange her in der Wirkung des Klima s ein ungemein bedeutungsvoller Schöpfungsfaktor entdeckt ist, dann miissen wir in dieser Hinsicht bemerken, dass er sich wenn wir uns, da derselbe uns eine sehr interessante Reisebeschreibung verschafft hat, darüber auch nicht beklagen — doch in einem grossen Irrtum befindet. Ich habe doch in meinen obenerwahnten Schriften bereits genügend gezeigt dass die Farben der Schmetterlinge hauptsachlich durch ganz andere Wirkuugen beherrscht werden, unter denen die der Farbenevolution die vornehmste ist. Und wenn dann auch der ebengenannte Gelehrte mit der ihm eigenen Bestimmtheit erklart dass die glanzenden Experimente \\ EISSMANN s und jüngst von STANDFUSS unwiderlegbar dargethan haben: „Kalte und Warme sind machtige, ewige Schöpfungskrafte, die noch unausgesetzt in der Natur wirken", dann will ich ihm das Letztere im allgemeinen Sinn wohl zugeben, aber glaube, dass es wissenschaftlicher ist, bezüglich des hohen Wertes jener Experimente etwas vorsichtiger zu sein. Aus dem, was ich an anderer Stelle über Saisondimorphismus in den Tropen gesagt habe, in Verband mit den von mir erklarten Farbenevolutionserscheinungen, lasst sich das in dieser 15eziehung von ihm Beobachtete auf ganz andere Weise auslegen. Sicherlich ist es nicht zu leugnen, dass die tropischen Schmetterlinge in der Regenzeit haufig etwas grösser sind als in der trocknen Saison, wiewohl sich wenigstens im O. Indien in dieser Hinsicht in keiner Weise solche grossen Unterschiede anweisen lassen, wie er sie in Südamerika beobachtet zu haben scheint; wie auch, das zwischen beiden ein Farbenunterschied bestehen kann. Aber dafür ist zweifellos der einzige Grund, dass in der Regenzeit die Pflanzen, welche den Raupen als Nahrung dienen, soviel kraftiger entwickelte, soviel saftigere Blatter besitzen, als in der trocknen Zeit, die ebenso wie der \\ inter im gemassigtem Klima einen Zeitraum von Stillstand in der Entwickelung der Pflanzenwelt mit sich bringt. Demzufolge wird auch die Raupe grösser und kraftiger und ebenso auch der Schmetterling und schreiten bei ihnen die evolutionellen Veranderungen, welche sie beherrschen, schneller fort; was dann auf die von mir angegebene Weise den Saisondimor-

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