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ziemlich primitive Form glaubc ich Danais Chrysippus L. ansehen zu dürfen, ein, wie seine grosse Verbreitung beweist, sehr lebenskraftiges Tier, das auch jetzt noch stets in Afrika lebt; nach dem Adersystem der Flügel stellen andrerseits die indischen Hestia s sicher wohl die alteste Danaidenform dar, was auch mit ihrer Grosse übereinstimmt; sie sind namlich für die Danaïden was die Ornithopteren für die Papilio's sind. In dem Gebiet der indischen Fauna nun ist die Farbenevolution der Danaïden zwei verschiedenen Richtungen gefolgt. Jtei der einen is das Rot mehr und mehr verblasst und Schwarz stark vermehrt, sowohl in allerlei grosseren und kleineren Flecken als auch speciell den Flügeladern folgend. Bei Danais Plexippus L. sieht man davon z.B. einen noch sehr wenig fortgeschrittenen Zustand, bei welchem das Rot, obschon bereits zu dunkel Ürange verblasst, doch noch vorhanden ist, und so findet man das Rot noch starker, in der 1-arbe aber anders verteilt, bei D. Titia GRAY, als sehr heil Orange bei D. Hcgesippus CRAM., in Gelb übergegangen bei Ideopsis Clitoris FELDER und D. Cleona CRAM. u. s. w., aber bei der grossen Menge indischer Danaiden ist das Rot bereits ganzlich zu weiss verblasst, dagegen Schwarz sehr stark vermehrt. Hierfiir ist die so allgemeine D. Juventa CRAM. der bekannte Typus, auch in die genera Hestia HB. und Ideopsis HORSF. sieht man d'asselbe. Die andere dieper Richtungen ist jene, welche durch die auch zu dem indo-australischen Gebiet gehörigen Euploea s vertreten wird; bei diesen ist das Schwarz nicht speciell den Flügeladern gefolgt, sondern hat sich über die ganze Flügelflache gleichmassig mit dem urspriinglichen Rot oder Orange vermengt und so eine eigentiimliche, allgemeine, braune Farbe gebildet, nur etwas in der Nuance bei den Arten

verschieden, aber worin nun der fortschreitende Verblassungs-

prozess hier und dort erst weisse 1'unkte entstehen lasst, die sich spater — wie wir oben bereits sahen — zu Streifen und Flecken ausbreiten und endlich das uniforme \V eiss hervorrufen werden, wozu die andere Richtung durch das langsame Verschwinden des Schwarz auf den Flügeladern gleichfalls kommen wird.

Wir sehen also hier den Prozess der Farbenevolution unter

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