Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

dieselbe evolutionelle Neigung sich auf dieser Insel auf eine Weise kennbar macht, wie sie anderswo nicht oder nicht mehr vorkommt. Aber dagegen scheint mir die bedeutend geringere Körpergrösse welche die als Richmondia graiz abgetrennte Rasse von Ornithoptera Priatnus l. von allen den anderen Rassen dieser Art unterscheidet, allerdings klimatologischem Einfluss zugeschrieben werden zu mussen, da doch diese Rasse in S. O. Australien lebend auch die einzige ist, die ausserhalb des Wendekreises angetroffen wird, und demnach unter Bedingungen, welche klimatologisch sich stark von jenen unterscheiden, unter denen ihre tropischen Verwandten leben. Aber darum braucht dieser Einfluss nicht direkt zu sein. Sehr wahrscheinlich wird demzufolge die Pflanze, auf welcher die Raupe dort lebt, auch weniger kraftig entwickelt sein und deshalb auch weniger Nahrungswert für sie besitzen als die tropischen Aristolochia's mit deren Blattern die Raupen der anderen Rassen sich nahren. Sahen wir doch bereits auf Seite 87 wie auch auf Java die schwachere oder kraftigere Entwickelung der Pflanzen je nachdem dort Trockenheit oder Regenzeit herrscht anf die Körpergrösse der darauf lebenden Raupen wie auch der daraus entstehenden Imagines zurückwirkt.

Ebenso muss man diesen lokalen Einfluss annehmen bei der weniger bekannten Thatsache, welche ich irgendwo — wo, ist mir entfallen — verzeichnet fand, dass sich bei dem obenerwahnten in Ost-Indien gebildeten Pieridengenus Nepheronia auch Duftschuppen entwickelt haben von derselben Gestalt, wie sie auch bei den Euploeas dort entstanden sind; wahrend die afrikanischen Danaiden, aus welchen die Euploea's differentiiert sind, auch wohl Duftschuppen besitzen, jedoch auf einer andern Stelle; sodass auch hierin beide, als sie von Afrika nach Ost-Indien gezogen waren, eine gleiche Veranderung der Organe erfahren haben.

In diesem Falie könnte man sogar wohl geneigt sein an einen gewissen korrelativen Zusammenhang zwischen der stattgehabten Farbenevolution und dieser Formveranderung zu denken; und ebenso wo man in dem oben bereits erwahnten Fall bei einer Hypolimnas- und einer Halitherses-

Sluiten