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kcnnbar eincn schr allgemcinen, auf die allen hvolutioncn eigentümliche, iiusserst langsame und ungleichmassige Weise verlaufenden Prozess von Farbenverblassung erkennen, durch welche farbige Tierarten weiss werden und in dem nun allerlei verschiedene Standpunkte von Veranderung durch verschiedene Tierarten vertreten sind, wahrend auch eimge die nötige Empfindlichkeit dafür noch nicht besitzend, noch vollkommen unverandert geblieben sind. Woraus also folgt, dass jene Veranderung nicht durch irgendwelche absolute Lebensnotwendigkeit zu Stande gebracht wird, sondern eine rein evolutionelle Erscheinung sein muss, welche also auch wohl nicht durch eine kalte Temperatur verursacht werden kann, sondern durch dieselbe nur stark befördert zu werden scheint. Was übrigens die Thatsache betrifft, des sich hierbei zeigenden Farbenwechsels im Sommer- und Winterkleid und zwar bei dem eincn in starkerem, bei dem andern in geringerem Grade, so ist dies wohl vollkommen analog dem Saisonunterschiede in der Farbenzeichnung der Lepidopteren, welcher von mir als Erscheinung der Farbenevolution in meiner obererwahnten Schrift „Die Farbenevolution bei den Pieridar ausführlich erklart ist; namlich als eine Uebergangserscheinung dieser Evolution dort, wo der Verlauf dieses \ eranderungsprozesses durch den Einfluss ungleich und penodisch auftretender Reize beherrscht wird. Wie vorsichtig man übrigens hierbei sein muss, lehrt ein Beispiel aus der Insektenwelt. Hei einer sehr nördlich in Labrador noch lebenden Coliasart, C. Pelidne liSl)., ist das cf mattgelb und das v weiss. Und auch C. Heela LEF. var. glacialis MCLACHL. aus Groenland ist blassgelb. Auch hier würde man also schr geneigt sein können an eine Farbenverblassung in Folge des kalten Klima's zu denken. Aber auch bei in gemassigten Strichen lebenden Coliasartcn kommen weisse vor, und C. Heela LEK var. Sulitelma CHR. AURIV., welche gleichfalls in Groenland lebt, ist ebenso lebhaft orangegclb gefiirbt wie Arten aus ^^-icoirrtpn Zniie. Finden sich ia halter aus dem hohen

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KW,1Pn welche deutlich eine Neigung zum Verblassen ïhrer

Farbe zeigen, ich sah jedoch beim Herrn Ch. OberïHÜR in Rennes auch Exemplare von Colias in Grinnelland un

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