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Ethnologie dies deutlich erwiesen hat ist der pnmitive Mensch ganz selbstandig auf vielen verschiedenen Platzen, in g^wissem Grade sogar beinahe überall, zur Erfindung derselben Waffen oder anderer Geratschaften, Verzierungen und Einrichtungen — wie z.B. der Pfahlbauten — gelangt, wiewohl er sich dabei in der Wahl der Grundstoffe natürlich nach den lokalen Verhaltnissen richten musste. Dieses phychische Factum ist doch offenbar ganz analog dem anderen physiologischer Art, und ohne Zweifel war es bei dem ersteren die Gleichheit im Bedürfniss, in Verbindung mit dem Geeignetsein der Mittel welche zur Befriedigung desselben dienen konnten, die auc i

zu der Gleichheit in der Form führten.

Aber auch hier wieder sei man doch stets vorsichtig mi Hypothesen. Denn auch wo die obengemeinte Gleichheit von Lebensbedingungen vorhanden ist, können mchtsdestowemger verschiedene Tiere sehr verschiedene Körperformcn besitzen. Kennzeichnend ist z.B. für die Tagfalter, welche typische Tagestiere sind, ihr dünner langlicher Korper im Vergleich mit dem der Nachtfalter, die ebenso typische Nachttiere sind; aber in der sehr nahe mit den Lepidopteren verwandten Ordnung der Dipteren besitzen nun solche echte lagestiere, wie die Fliegen gerade den dicken kurzen Korper wahrend derselbe dünn und langlich ist bei den Mucken, unter denen viele Arten vorkommen, die gerade ein nachtliches Leben führen.

VII.

Auch können örtliche Veianderungen in den Geweben, welche die aussere Bekleidung bilden, an diesen Stellen eine besondere 1 ign entabsonderung entstehen lassen, es kann eine starke Muskelentwickelung zu einer êntsprechenden örtlichen Pigmentbildung in solchem Gewebe führen, wodJrch bereits an und für sich ein Faktor für Mimic^ stehen kann. Aber es kann dies auch bei sehr verschiedenen l iere in derselben. Weise geschehen und dann dabei Gleichheit und Farbenzeichnung auf demselben Körperteil verursac len.

In seiner Einführung in die Kenntniss der Insekten sagt

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