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Gelehrten errcicht — da allein besteht die wirklich höhere, nicht quantitative sondern qualitative Entwickelung; und dort kann dann natürlich für die kiinstliche Suggestion auch wohl wenig Empfanglichkeit mehr iibrig sein.

/ In Allem, was wir nun oben, als bei Menschen wahrgenommen, berichteten, ofifenbart sich also deutlich eine sehr grosse Uebereinstimmung mit dem, was oben bezüglich der Veranderung der Tiere, je nach der Umgebung, gesagt wurde. Wir sahen letzteres in Folge einer hauptsachlich durch den Gesichtssinn angeregten Nerventhatigkeit zu Stande kommen; so sehen wir auch bei dem Menschen Gesichtsausdrücke und Körperhaltungen als h olgenvon Nerventhatigkeiten auftreten, die haufig ebenfalls durch das Gesichtsvermögen hervorgerufen werden. Und dabei spielen auch sogar Gemütsbewegungen derselben Art wie bei den Tieren, Zorn, Furcht, oder Schreck, oft eine Rolle; auch kann der Mensch diese Ausdrücke willkürlich erzeugen, ebenso wie auch einige Tiere willkürlich ihre Farbe verandern können. Darf dann die Vermutung zu gewagt heissen, dass, wenn wir sehen dass solche Ausdrücke unter dafür günstigen Umstanden durch unbewusste Suggestion je nach der Umgebung bei dem Menschen entstanden, dann auch fest und erblich werden können, so auch in den Fallen, in welchen Tiere als feste Farbe die ihrer Umgebung zeigen, diesem Umstande dieselbe Ursache zu Grunde liegen wird ? dass sie dann namlich dazu durch eine langsam fortwahrende Auto-Suggestion gekommen sein werden, in I'olge des bestandigen Anblickens derselben Farben oder Formen, und dass das andauernde Fortschreiten dieser Einwirkung davon endlich Erblichkeit erzeugt haben wird ? Es ist doch auch bereits seit Athanasius Kircher bekannt wie psychische Erregungen, wie z.B. Schreck, nicht nur bei Vögeln und Amphibien sondern sogar bei Crustaceen eine starke Nerventhatigkeit als Reflexreaction auftretend zur I' olge haben können. Bei Raupen glaube ich auch selbst einmal einen derartigen Effekt infolge von Schreck wahrgenommen zu haben; wie wir bereits sahen, geht auch aus ihrer 1'ahigkeit zur Farbenanderung hervor, dass viele Tiere für solche psychischen Einflüsse sehr empfanglich sind. Ein

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