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XVI.

Aus tlem Obenstehenden folgt nun, dass deshalb in dem bei weitem grosseren Teil der Falie, in denen die angegebene trügerische Gleichheit vorkommt, die Ursache derselben sich sehr gut erklaren liisst, ohne dass dabei die Hypothese der natürlichen Zuchtwahl nötig ist. Insofern als dann auch noch einige solcher Falie bestehen, deren Erklarung in dieser Weise nicht annehmbar und darum noch schsvierig scheint, ist es demnach sicherlich rationeller, dies der zu komplizierten Art dieser Falie in Verbindung mit dem noch stets Unvollkommenen unseres gegenwartigen Wissens auf diesem Gebiet zuzuschreiben, als darum zu jener Hypothese Zuflucht zu nehrnen; ura so \veniger, da sie ausser dem ebenerwahnten Umstande, dass auch ohne sie die genannten Thatsachen fast immer natiirlich erklart werden können, doch auch aus vielen anderen Gründen sehr wenig annehmbar scheint.

Da wo WEISMANN in seiner Studie „Die Entstehung der Zeichnung bei den Schmetterlingsraupen" die folgenden Worte sagt: „Jedenfalls liisst sich die phyletische Lebenskraft nur „durch Eliminierung beseitigen, durch den Nachweiss dass „alle überhaupt vorkommenden Charaktere der betreffenden „ Erscheinungsgruppe auf andere Ursachen zurückgeführt „werden müssen, dass somit für die vorausgesetzte phyleti„sche Lebenskraft nichts zu thun iibrig bleibt. Daraus würde „die Negierung derselben mit Notwendigkeit folgen, da man „auf die Anwesenheit einer Kraft nicht daraus schliessen „kann dass sie keinerlei Wirkungen ausübt", wies er mir sehr richtig den Weg an, dem ich auch zur Bestreitung der Mimicrykraft folgen musste und jetzt in meinen Thesen darüber und ihren Erklarungen cingeschlagen habe. Jene Hypothese ist zur Erklarung der Mimicryerscheinungen vollkommen unnötig.

XVII.

Der Lehrsatz namlich, auf welchem diese Hypothese beruht, ist der, dass solch eine Uebereinstimmung einem Tiere einen sehr belangreichen Schutz verschaften soll, sei es zu seiner \ erteidigung

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