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Aegeus DON., wiewohl sic Vogelschmutz gleichen, doch von einem bestimmten Vogel viel gegesscn werden. Und cine Anzahl von Beispielen ist hiervon bekannt; nichts ist z.B. gewöhnlichcr als Vögel kleine griine Raupen essen zu sehen, die sic zu finden wusstcn, obwohl deren 1*arbe doch dieselbe wie die der Matter oder des Grases ist worauf sic leben, und man sagt, dass diese Farbe beschirmend sci.

XX.

Es könntc dieser Schut/ ausschliesslich als Gesichtstauschung aufgefasst werden. Doch geschielit sowohl das Aufspiiren ihrer Beute als auch das Wahrnehmen des sich nahemden Feindes von den meisten Tieren hauptsachlich, wenn nicht ganz und gar, nicht durch die Ver- ^ mittelung des Gesichts, sondern des Geruchsorganes.

Der Masstab mit welchem der Mensch alles misst, ist er sclbst. So thut er auch in seiner Auffassung der Erscheinungen, welche Mimicry genannt werden. Seine Beobachtungen nun, vor allcm bei dem gebildeten Menschen, werden zum bei weitem grössten Teil mit dem Gesicht, Gehör und Gefühl gcmacht, hauptsachlich mit dem erstcren; der Geruchsinn ist bei ihm wenig entwickelt und tritt darum im Vergleich mit den andern Sinnen schr auf den Hintergrund. Wo er dann jene Erscheinungen wahrnimmt, welche ihm als trügerische Gesichtseindriicke bekannt sind, sucht er diese auch von seinem Standpunkt aus zu erklaren, dabei kurzweg annehmend dass auch bei allen andern tierischen Wesen ebenso sehr auf dieselbe Weise als bei ihm der Gesichtssinn vor allen andern das Werkzeug der Wahrnehmung ist und dass sie demnach auch gleichfalls für optische Tauschung und daraus sich ergebende verkehrte Bcobachtung y empfanglich sind. Die herrschenden Auffassungen iiber Mimicry beruhen ganzlich hierauf. Gleichwohl ist diese Basis zweifellos sehr unrichtig. Im allgemeinen ist der Geruchsinn bei den Tieren viel starker entwickelt; bei einigen aber wie bgi clcm Hund, sogar so hoch, dass er die menschliche Fassungskraft übersteigt. Darum spielt dies Vermogen dann

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