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die immer und immer wiederholte Erzahlung von den griinen Sphingidenraupen, die so lange sic auf den Blattcrn leben durch ihre Farbe bcschirmt, zur Zeit ihrer Verpuppung, wenn sic über die Erde kricchen mussen, einc braune oder Erdfarbc bekommen sollen, welche sie dann weniger sichtbar macht; einc Geschichte deren Unrichtigkeit ich in meinem Aufsatz Ueber die Farbe und den Polytnorphismus der Sphingidenraupen besprochen habe.

Die auf diescm Gcbicte bedeutendste Wahrnehmung fanden wir jedoch kürzlich durch den bekannten Myrmicologen E. WASMANN gcmacht, einc Wahrnehmung, von besonders hohem Wcrt wegen des vollen Vertrauens, welchcs man ïlir um der Person des Wahrnehmcrs willen zuerkennen muss, dessen grosse Befahigung und sorgfaltige Unparteilichkeit in diescr Hinsicht doch über jedes Lob erhaben sind, wiewohl man auch, was die biologische Auffassung des Wahrgenommenen bctrift't, biswcilen eine andere Meinung haben mag. ltercits Seite 127 meldetc ich nach diescm Autor die 1 hatsache dass nur cin kleiner Teil der sogenannten Ameisengaste mimetisch den Ameisenarten in deren Nestern sie leben, gleicht, abcr alle die übrigen nicht, wiewohl darunter lierc vorkommen, die aus dem Maul der Ameisen gefiittert werden und daher in dem eigentlichstem Sinn des \\ ortes den Namen von Amcisengasten verdienen. Ich glaube nun hieraus den Schluss ziehen zu dürfen, dass für dicse Tiere dcshalb cin derartiger Schutz, wie man der Mimicry zuschreibt, ofifenbar unnötig sein muss, aber dass dann auch kein Grund bestehen kann um hinsichtlich solcher Arten diescr Gaste, welche eine mimetische Umbildung erfahren haben, anzunehmen, dass für sie dann diese Mimicry wohl notwendig und also wegen des damit verbundenen Vorteils erlangt ware; sodass nach meiner Meinung alsdann die Mimicry in diesen Fallen andern Ursachcn zugeschriebcn werden muss. Auf sehr merkwiirdige Weise schliesst sich nun hierzu an, was in dem Biologisclien Centralblatt AA/ A . {15 Ac vetnber 1901) in einer von demselben 1-orschcr unter dem Titel: „ Giebt es thatsdchlich noch Arten, die hen te noch in der Stammesentwicklung begriffen sinddarm veroffentlichtcn

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