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in den ersten Stadiën befindlichen Individuen boten, dass sie dadurch grössere Fahigkeit zum Weiterbestehen in dern von jener Theorie vorausgesetzten Kampf ums Dasein erlangen konnten, und daher ebensowenig zur erblichen Fortpflanzung dieser von ihnen erworbenen Eigenschaft.

Bereits in meinem Aufsatz „Ueber die Farbe und den Polymorphismus der Sphmgidettraupen" wies ich darauf hin, wie langsam und stufenmassig die Farbe- und Gestaltsveranderungen dieser Raupen phylogenetisch zu Stande kommen, und dass damit die Theorie, dass solche Veranderungen, wenn sie einen mimetischen Charakter zeigen, durch eine auf Schutz gewahrenden F^igenschaften beruhende, ebenfalls stufenmassig auftretende, und stark wirkende Selektion entstanden sein sollten, unvereinbar ist. Da doch Tiere für welche solche Eigenschaften wirkliche Lebensbedingungen waren dann schon langst zu Grunde gegangen sein würden, ehe die so langsam zu Stande kommende Umbildung ihnen zu Hiilfe gekommen ware. Denn, sowohl die Betrachtung der palaeontologischen Ueberbleibsel als auch z.B. meine Studiën über das Atrophieren des sogenannten Hornes der Sphingidenraupen zeigen deutlich, dass in der Regel keineswegs wirklich nennenswerte Sprünge stattfinden; auch wenn übrigens jede Flvolution an und für sich stets als in Sprüngen ausgeführt gedacht werden muss. Beschleunigungen sind wolil möglich, doch sind dafür, wie dies oben ad XXIV, XXV hinsichtlich der Veranderung von Gewohnheiten gesagt ist, vermutlich Ausnahmezustande nötig; gewiss sind sie nicht die gewöhnliche Weise worauf die Evolutionen fortschreiten.

XXVIII.

Weiter beruht in vielen Fallen die trügerische Gleichheit ausschliesslich auf einem (lesamteindruck, welcher bei beiden einander ahnlichen Tieren nicht durch dieselben Faktoren erzeugt wird. Schon eine geringe Entwickelung einiger dieser Faktoren bei dem nachahmenden Tier lasst diesen Eindruck so schr »uifhören, dass dies die Mögliehkeit einer Entstehung derselben durch allmahliche Zunahme der

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