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spitzen Enden ungefahr vereinigt, und dadurch sich ziemlich genau in der Mitte der Flügel befindend, an den grossen senkrechten Mittelnerv eines Blattes erinnert, wahrend auch noch bisvveilen einige dunkle Linien seitwarts zwischen jenem Nervenstreifen und den Randern der Flügel, einigermassen, jedoch auf viel weniger vollkommene Weise, die Seitennerven eines Blattes wiedergeben. Durch dieses Zusammentreffen wird diese Mimicry der Blattahnlichkeit gebildet, die bisweilen, wenn alle jene Faktoren und Umstande wie auch noch andere richtig zusammenstimmen, in der That sehr auffallend sein kann, deren Bedeutung jedoch bei alledem stark übertrieben ist, da nicht dies Alles stets so stark auftritt, die Farbe der Unterseite haufig auch viel mehr derjenigen des Grundes gleicht als der von Blattern, und endlich der Schmetterling, wie oben Seite 200 bereits gesagt wurde, sich durchaus nicht nur auf solche Stellen niedersetzt, wo er leicht mit einem Blatt verwechselt werden kann.

✓ Von den drei genannten eigentlichen Faktoren sind nun die beiden spitzen Enden nichts anderes als Erscheinungen jenes evolutionellen Umgestaltungsprozesses der Flügel bei den Lepidopteren, auf welchen ich Seite 49 bereits deutlich hingewiesen habe, ein Prozess durch welchen diese verschmalert und verkleinert werden und — die Hinterflügel wenigstens — allmahlich ganz zu Grunde gehen. Die unterste Spitze der Hinterflügel ist nichts als einer der sogenannten Schwanze, welche in zahllosen Formen als Ueberbleibsel einer früheren grosseren Ausdehnung dieser Flügel übriggeblieben sind; der oberste eine Verschmalerung derselben Art nur mit dem Unterschied, der sich in dieser Hinsicht in dieser Evolution stets zwischen Vorder- und Hinterflügeln ofïfenbart. Wenn man sich nun die Mühe nimmt, sei es in einer grossen Sammlung, sei es nur in dem bekannten Werk Exotische Tagfalter von weiland Ur. O. STAUDINGER einmal eine Anzahl Tagfalter zu betrachten, dann wird man finden, dass diese beiden Enden in allerlei Formen bei sehr vielen Schmetterlingen vorhanden sind, hier das eine, dort das andere, und dass das Bestehen derselben an und für sich nichts mit Blattahnlichkeit zu machen hat. Nicht weniger

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