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warum denn nicht auch zu einigen statistischen Berechnungen r Seht, so komme ich zum Spott; aber ist dies hier nicht erlaubt ? Ich finde von PLATE in seiner spater noch naher zu besprechenden Abhandlung Ueber Die Bedeutung und Tragweite der darwinschen Selektionslehre, die Bemerkung gcmacht, dass wo der Darwinismus in leidenschaftlicher Sprache bestritten wird, daraus ein Mangel an der nötigen Objectivitat zur Beurteilung einer wissenschaftlichen Theorie spricht; ich muss also fürchten, wo ich in einen spüttischen Ton verfalle, dass man mir dies zum Vorwurf machen wird. Ich halte diese Auffassung jedoch für absolut unrichtig. Eine kraftige oder spottende Missbilligung desjenigen, was man für verkehrt oder für allgemein schadlich halt, hat nut Leidenschaft nichts zu machen und hindert in keiner Weise ein ruhiges und unparteiisches Urteil, denn es ist nui die Form, worin das Urteil ausgesprochen wird, nicht dieses selbst. Wenn der Richter mit tiefer Entrüstung sein Urted ausspricht über dasjenige was ihn seine Untersuchung hat erkennen lassen, dann hindert dies durchaus nicht dass das letztere vollkommen richtig und unparteiisch gehalten sein kann, sogar wenn es bei ilirn auch stets mehr und mehr Widerwillen erweckt hat. Wenn der Anatom ausserst unangenehm berührt wird durch die Unreinheit in welcher er arbeiten muss und sich dariiber mit Abscheu ausspricht, verhindert dies nicht die Genauigkeit seines Studiums. Apathie ist auch keine Tugend. Man vergesse nicht, dass ich nicht wissenschaftliche Ansichten Andersdenkender lacherlich mache, sondern nur solche Behauptungen, welche die ersten Erfordernisse einer wissenschaftlichen Behandlung vernachlassigend sich bei alledem dafür ausgeben mochten, und so in Wirklichkeit mit der Wissenschaft, die mir heilig ist, Spott treiben — weiss ich dann auch, dass dies so gut wie unbewusst, wenigstens nicht absichtlich, geschieht. Ich habe wohl einnial gelesen, dass man den Hollandern einen besonders nüchternen Verstand zuschreibt; mir ist es nun stets so vorgekommen, als ob der gute Gott auch den Boden meines Vaterlandes nicht weniger reichlich mit Wirrköpfen und Thoren gesegnet hat als die vielen andern Teile der Erde, wo sie

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