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genehm ist, auf Vögel übertragen? Bereits bei den Menschen ist der Geschmack ausserst verschieden; für viele Europaer sind einige Kasearten ein Leckerbissen, wiewohl diese nach dem Urteil Anderer abscheulich stinken; der eigentümliche Wanzengeruch wird von Europaer auch als Gestank angesehen, und doch essen die Eingeborenen von Java mit Wohlgefallen als Beilage eine Hemipterenart, welche selbst diesen Gestank ihren Namen zu verdanken hat; für die Insekten ist dieser Geruch sicher wohl nicht so unangenehm, vielleicht sogar ein sexuelles Anziehungsmittel. Sehr wenig imponiert mir dann auch ein Versuch wie der des gentschen Professors plateau, welcher die Raupe, Puppe und den Schmetterling von Abraxas glossulariata l. selbst kostete, und fand dass diese im grossen und ganzen sehr wenig, aber sicherlich keinen widerlichen Geschmack haben; denn taglich essen doch nicht allein Vögel sondern auch Saugetiere, Fische und Insekten allerlei Stoffe, welche uns ausserst ünrein und widerlich vorkommen, und von welchen ich doch wohl anzunehmen wage dass sie nach dem Geschmack jenes Gelehrten auch so sein werden. Einige Tiere leben sogar ganz und gar in solchen Stoffen; dass diese bisweilen für sie wahre Leckerbissen sind, kann man schon bei den Hunden zur Genüge beobachten. Dagegen finde ich vermeldet, dass nach den Studiën von Herdman über die Nahrung von Fischarten, die meisten Krabben und Fische sich weigern die weisse Griffelschnecke Ancula cristaia Alder zu verzehren, wiewohl diese nach menschlichem Geschmack sehr gut essbar ist, und sogar gut schmeckt. Unter diesen Umstanden glaube ich dass auch kein genügender Grund besteht um die zweite Frage in bejahenden Sinne zu beantworten. Es kann wohl sein, dass einige Tagfalter eines unangenehmen Geschmackes wegen von bestimmten Vögeln nicht gern gegessen werden, aber dass dies nun ein so belangreicher vitaler Faktor zum Schutz dieser Insekten sein solle, wie in der Mimicryhypothese angenommen wird, dass finde ich in keiner YVeise auch nur annahernd bewiesen. Blandford wies dann auch bei der schon mehrfach erwahnten Gelegenheit in der Ent. Soc. of London ausdrücklich darauf hin, dass diese Basis der

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