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Falie vorkommen, die daran erinnern; obwohl namlich die sogenannte aggressive Mimicry in demselben wenig würde auftreten können, so würde dies doch mit der verteidigenden, die auch in der Tierwelt bei weitem die allgemeinere ist, der Fall sein müssen; der dadurch gewahrte Schutz würde doch auch für viele Pflanzen sehr niitzlich sein können, vor allem gegen schadliche Insekten haben viele 1'flanzen solchen sehr nötig. So ist auch die Behauptung, dass die Farbe der Blumen wegen des daraus für die Pflanzen entstehenden Vorteiles allmahlich durch Selektion entstanden sein solle, durch die Untersuchungen von Plateau genügend widerlegt; und so ist auch das auf solche Weise gedeutete Entstehen der Domen als Verteidigungsmittel unannehmbar, da diese doch für die Pflanze fast allein gegen den Menscheu, auf keinen Fall aber gegen ihre argsten Feinde, die Insekten, von Nutzen sind. Diese Gründe sind alle, der eine wie der andere, also auch analog die Theorie von dem Entstehen der Mimicry, aus dem damit verbundenen Vorteile, in verneinendem Sinne zurückzuweisen.

Obgleich, wie wir schon Seite 9 sahcn, manche Botaniker wohl Falie zu nennen wissen in welchen Pflanzen Tierformen nachzubilden scheinen, Falie, bei denen ich nicht im Stande bin zu untersuchen ob dabei nicht entweder die menschliche Einbildung oder der Zufall als Faktoren auftreten, so ist doch die Anzahl derselben, wo bei Pflanzen dasjenige vorkommt, was in der Tierwelt als Mimicry betrachtet wird, gering. WALLACE erkennt dies und fügt sehr richtig hinzu, dass man doch die vielen Falie in denen bloss durch die Anpassung an dieselben Lebensumstande bei verschiedenen Pflanzen eine gegenseitige Uebereinstimmung entstanden sei nicht für Mimicry halten diirfe, da man doch nicht voraussetzen könne dass die nachbildende Pflanze aus der erhaltenen Aehnlichkeit einigen Vorteil entnommen habe, und weil dies sogar meistens unmöglich sei, da diese Arten gewöhnlich verschiedene Gegenden bewohnen. ')

1) F.ine Anzahl soldier Falie sind kürzlich (1902) bekannt gemacht in einem Werk von Prof. Dr. Fr. Hillebrand, betitelt Ueber Aehnlichkeiten im Pfanzenreich, eine morphologisch-biologische Betrachlung. Ich bedauere es sehr mit diesem höchst interessanten Werk, welches meine Arbeit in so vieler Hinsicht erganzt, erst dureh eine Abhandlung darüber von Dr. H. J. Calkoen in der

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