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nis zu den Flügeln schweren Körperbau und den danut ubcreinstimmenden Flügelschlagen hervorkommt. Was den Geruchssinn betrifft, so bestehen auch davon einige Beispiele, von denen in dieser Thesis ein paar vermeldet sind. So verbreitet die sehr bekannte indische Frucht, der Duren oder Durian (Durio zibethinus L.() einen sehr starken Gestank von Katzenurin, und oft habe ich in Indien"versichern horen, dass denn auch auf Sumatra, da, wo solche Baume in den Waldern wachsen, die Tiger darauf zukommen und auf die abgefallenen Früchte sehr erpicht sind. Aber bringt dies der Pflanze einigen Vorteil? Was die stark nach verdorbenem Fleisch riechende grosse sumatranische Rafflesia betrifft, davon heisst es "•ewiss dass dadurch Fliegen herangelockt werden und diese dann zur Befruchtung der Pflanze mithelfen, aber dass dies wirklich ein Faktum ist, hat sich mir noch nicht offenbart; vielleicht ist es nicht mehr als eine einfache darwinistische Vermutung, und wenn schon, ist es noch sehr die I' rage ob dieser Vorteil gegen den im Text vermeldeten aus diesem Geruch für die Pflanze hervorspriessenden Schaden aufwiegen wiirde. Im Allgemeinen geht aus den hier besprochenen Beispielen unstreitig hervor, dass Falie von trugerischer Nachahmung, wie auch solche, die an die Theorie der warnenden Farben und der Warnsignale erinnern, vorkommen, ohne dass dieselben aber als Mimicry in Bezug auf den Gehors- und den Geruchsinn erklart werden sollen, und darf es deshalb a priori auch angenommen werden dass dies auch in Bezug auf das Gesicht wird stattfinden können. Sodass also, wo solche Thatsachen hinsichtlich letztgenannten Sinnes auftreten, auch da weder notwendig an Mimicry gedacht zu werden braucht, noch die Erklarung davon in der darüber angenommenen Theorie gesucht werden soll.

XLII.

Aus Obenstehendem ergiebt sich, meiner Meinung nach, als wissen-

schaftliche Folgerung: .

i. dass die sogenannte „Mimicry" eine Erscheinung ist, deren bio-

ogisch cr Wert stcirk übersch«itzt ist,

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