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2. dass die Ursache dieser Erscheinung, wenn auch nicht vollkommen, doch in den meisten Fallen sich sehr gilt erklaren lasst; dass diese Ursache jedoch nicht die natürliche Zuchtwahl durch einen erworbenen Vorteil in dem Kampf ums Dasein gewesen sein kann;

3. dass also diesf Erscheinung die Annahme der Theorie von der natürlichen Zuchtwahl in keiner VVeise wissenschaftlich notwendig macht, und deshalb auch durchaus nicht unterstützen kann.

Ich glaube in den vorhergehenden Thesen, wie diese von mir erklart sind, bewiesen zu haben, dass die Erscheinungen, welche man für gewöhnlich zur Mimicry in der von mir angegebenen weiten Bedeutung rechnet, auf eine ganz andere Weise gedeutet werden miissen, als dies durch die darwinistische Theorie angeblich geschieht, und das wohl als Folge vielerlei biologische Ursachen von verschiedener Art. Ich glaube gezeigt zu haben, dass, wo diese Erscheinungen, unter einen biologischen Begrifïf, Mimicry genannt, zusammengebracht werden, dies nur auf oberflachlicher Beobachtung und daraus sich ergebendem Irrtum beruht, und dieser Begrifïf mit den darauf begriindeten Folgerungen oder Hypothesen aus der biologischen Wissenschaft verschwinden muss.

Gewiss bin ich keineswegs der erste der gegen diese Irrlehre auftritt, aber noch Niemand hat dies doch, soviel ich weiss, so ausfiihrlich gethan. Niemand hat auch noch soviele dieser Erscheinungen zu zerlegen gewusst und damit das Unbegriindete der darwinistischen Erklarungen davon überzeugend gezeigt. hewitson nannte bereits sofort die Mimicry kindisch; solch ein Lepidopterologe wie staudinger hat offenbar stets die Achseln darüber gezuckt. Bereits vor mehr als 35 Jahren finden wir in einer am 19 November 1866 gehaltenen Sitzung der Ent. Soc. of London dagegen von YVestwood und Sharp viele Einwendungen aufgezahlt, alle in der That begründet, wenn man auch spater getrachtet hat einige derselben durch Betrachtungen zu widerlegen deren Unrichtigkeit weiter oben an vielen Stellen nachgewiesen ist; viele dieser Einwendungen treten dann auch heutigen Tages noch immer ebenso sehr auf den Vordergrund und sind darum auch von mir wiederum angeführt. So das kraftige

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