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auch wohl bestanden haben wiewohl sie auch jetzt nicht mehr vorhanden sind, ausgenommen der altesten davon, der Achatesform, welche durch Epistase getroffen — ausser namlich der auch darin vorkommenden aus der Vererbung entspriessenden individuellen Unterschiede — unverandert übrig geblieben ist. Von gleich grosser Bedeutung sind sicherlich wohl die Beispiele von PLATE in seiner oben erwahnten Schrift gegen die Lehre der sprungweisen Variation aufgestellt, besonders jenes betreffs des Mtisculus trochearis oder obliquus superior des Auges der Sauger. Auf lepidopterologischen Gebiet würde ich auch ausser dem bereits Gegebenen wohl noch mehrere solche Beispiele anführen können. Und ebensowenig darf man, nach meiner Meinung, auch die Halmatogenesis als eine normale Form von Evolution beschauen; das Studium von demselben Verkümmern von Organen worauf auch WEISMANN hinwies, wie dies in den obenerwahnten Fallen, in dem vom Verschwinden des Horns der Splungulenraupen, dem des prothoracalen Flügelpaares der Insekten, und auch dem der Farbenevolution bei den Schmetterlingen, ist wahrzunehmen, lassen keine andere Auffassung zu als die dass ein sehr allmahlicher Fortschritt in den Evolutionsprozessen normal ist. Wiewohl ich iibrigens auch hier, ebensowenig wie anderswo, in die oben bereits von mir verurteilte Weise von Argumentieren, wie PLATE es thut, einstimmen will, wo er sagt: „Wir sind gezwungen, für alle solche Falie eine allmahlige stufenweise Differenzierung anzunehmen, weil wir keine Krafte kennen, welche in grossen Sprüngen die Orgamismen umzugestalten vermochten und auch keine Lebewesen, welche derartige tiefeingreifende Eingriffe vertrügen". Aus dem was wir nicht wissen, nicht kennen, lassen sich keine logischen Schlussfolgerungen positiver Art hinsichtlich dessen, was wir als Wissenschaft annehmen müssen, ableiten. Aber ebenso wie dabei auch bisweilen die Epistase als Hemmung auftritt, scheint hin und wieder auch Beschleunigung möglich zu sein; vielleicht als Reaktion nach einer besonders langdauerenden Epistase. Bereits in einer im Jahre 1899 von mir in hollandischer Sprache veröffentlichten Schrift erklarte ich das zeitweise Auftreten solcher evolutioneller Beschleunigungen

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