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annehmen zu mussen; in seiner am 28 Juli 1900 in der Preussischen Akademie der Wissenschaften gehaltenen Rede sprach auch BRANCO dieselbe Meinung aus und wies zur Befestigung davon auf dasjenige, was die Evolutionsgeschichte der Saugetiere etc. lehrt. Wahrend diese wenigstens doch schon seit der Triaszeit bestanden, scheint der Verlauf ihrer Entwickelung jedoch innerhalb sehr langer Zeitraume, in der ganzen mesozoischen Periode, nur sehr langsam fortgeschritten zu sein, um dann mit Beginn der Tertiarperiode sehr kraftig aufzutreten, in dem Sinne, dass auch dann die Entwickelung nach menschlicher Berechnung wohl noch sehr langsam ging aber doch schnell im Vergleich mit dem früheren scheinbaren Stillstand. Uebrigens muss man von jeder Evolution annehmen, dass sie eigentlich durch kleine Sprünge zu Stande komme, ebenso wie die Mathesis eine Linie als eine Aneinanderreihung von Punkten ansieht, oder besser noch wie der Minutenzeiger einer Uhr, der ganz allmahlig weiterzugehen scheint wiewohl dies in der That doch in kleinen Sprüngen geschieht. In einigen Fallen wird im Verlauf derselben nun jedoch solch eine Beschleunigung entstehen, welche dann die bemerkbare Formveranderung besonders gross erscheinen lasst. Auch ist es vielleicht möglich dass eine gleiche Beschleunigung zugleich in die selbstandige doch gleichzeitig verlaufende Evolutionen von zwei oder sogar mehr Organismuseinheiten stattfindet und dann für die Wahrnehmung noch aufïfallender ist, doch auch in einem solchen Fall bleiben die scheinbar evolutionnell übersprungenen Abstande doch in der That nur gering. Auch dann würde also die genannte Einwendung gegen die Theorie der natürlichen Zuchtwahl ebenso bestehen bleiben.

Jene darwinistische Lehre beruht dann auch ganzlich auf der obenbesprochenen unrichtigen Vorstellung von dem Zufalligen und Unbestimmten der Varietaten und auf der bereits von ElMER bestrittenen Meinung, dass jeder eigentlichen Veranderung von Organismen stets eine Anpassung zu Grunde lage. Die herrschende Auffassung um die Variabilitat als einen selbstandigen biologischen Begrifif anzusehen ist ebenso unrichtig wie dies bereits hinsichtlich der Mimicry gesagt ist.

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