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nicht lcicht kann man übrigens dies bei guten Arten wiederfinden, und das gerade weil ja, nachdem die Individuen, welche dann, wie man annahm, am Tüchtigsten waren, den andern evolutionell vorauseilten, die übrig gebliebenen nicht nur nicht zu Grunde gingen, sondern sogar bestehen bleibend doch veranderten, und darum ebenfalls evolutionell fortgeschritten sind, nur in einer andern Richtung und bisweilen hinsichtlich andererOrganismuseinheiten als derjenigen, welche sich bei den erstgenannten besonders entwickelten; sodass in der That der ursprüngliche Stanim in seiner früheren Form nicht mehr besteht, wiewohl er doch keineswegs zu Grunde gegangen ist. Man kann gleichwohl unanfechtbare Arten anweisen, bei denen diese Scheidung auch noch vor verhaltnismassig kurzer Zeit stattgefunden haben muss und sich nicht nur sehr deutlich erkennen lasst, sondern bei. vvelcher zum Teile sogar noch die alte Form bewahrt geblieben ist. Man trifft sie bei den Lepidopteren, einer Tierordnung, deren Studium zum richtigen Verstehen der evolutionellen Veranderungen aussergewöhnlich geeignet ist. Durch die iiusserst grosse Verschiedenheit in Farbe und Zeichnung, welche ihre Flügelflachen, darum mit Recht schon eine zoologische Landkarte genannt, bei ihren zahlreichen Arten zeigen, und welche sich obendrein noch vielfach nach Rassen und sexuell unterscheiden, wird es doch möglich und verhaltnismassig leicht das Wesen dieser Unterschiede nachzugehen und führt dies dann den ernsthaften Beobachter — denn das verhaltnismassig Leichte hierbei kann gleichwohl noch die in dieser Hinsicht meist gebrauchliche Oberflachlichkeit und Mangel an Kenntnis und Studium nicht ersetzen — zu der Erkenntnis, dass auch diese Unterschiede ofifenbar evolutioneller Art sind. Ein Resultat allerdings eigentlich das einzige, welches nach verstandigem und wissenschaftlichem Urteil zu erwarten ist — mit Recht sagte doch schon Weismann, dass den Farbenunterschieden der Schmetterlinge keine andern Ursachen zu Grunde liegen als den Formverschiedenheiten im engern Sinne — aber dass nichtsdestoweniger von den meisten jetzigen Naturforschern, weil sie diese nur durch specielle Uebung zu erlangende Kenntniss nicht besitzen und die

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