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nicht selbstandig und deshalb einer selbstandigen Evolution unterworfen sein könnend. Wenn man übrigens die Zeichnung auf den Schmetterlingsflügeln so sehr wie die Schreiberin es wünscht an die Flügeladern binden will, je nun, wie erklart man dann den bisweilen sogar sehr ansehnlichen Unterschied darin zwischen sehr verwandten Arten nicht allein sondern zwischen den Geschlechter einer gleichen Art, ja zwischen den Individuen desselben Geschlechtes bei polymorphen Arten ? Dasjenige was sie über das Entstehen des Farbstoffes sagt, scheint mir meine Auffassung dass Rot die ursprünglichc Farbe der Lepidopterenfliigel gewesen sein muss, noch wesentlich zu bekraftigen. Denn, was die Thatsache betrifift dass der urspriinliche rote Farbstofif aus einem Gemenge eines gelben und eines roten I'igmentes besteht, welche beide nahe verwandt sind und bequem ineinander übergehen, und dass dieser nun in der Puppe dann auch solch einen Farbenwechsel zeigt und dabei zuerst der gelbe spiiter der rote Farbstofï vorherrscht, sowohl im Darm wie im Körperepithel, was dann, wie sie sagt, gegen meine Theorie sprechen soll welche das rote Pigment als den urspünglichen Farbstofif der Schmetterlinge ansieht, so kommt mir das noch ziemlich unbedeutend vor und sicherlich keineswegs genügend um die zahlreichen Thatsachen zu widerlegen, auf denen meine Anschauung beruht. Aus der blossen Mitteilung lasst sich überdies auch der Wert dersclben nicht beurteilen.

Siehe Seite 7/.

Ich kann hier noch hinzufügen, dass auch die Farbengleichheit zwischen D. Chrysippus L. und H. Misippus L. keineswegs überall gleich stark ist; auf Java, wo sie sehr verbreitet sind, giebt es in der Nuancierung beider Arten genug Verschiedenheit, um sie nicht mit einander zu verwechseln. Auch ist ihre Flugart nicht dieselbe.

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