Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

bildungen von sogenannten mimetischen Schmetterlingen wieder wie in einer wirklichen Blindheit über diese idee fixe gesprochen wird. Welche mit Schmetterlingen bekannte Person und demnach auch wohl welches Tier, das gewöhnt ist, solche taglich zu fangen, wird sich nun je durch eine so ferne Aehnlichkeit, wie z.B. die zwischen den Arten auf 1 afel I fig. 2 u. 3 oder 8 u. 9, Tafel III fig. 25 u. 26 oder 27 u. 28 odcr 29 u. 30, in Verwirrung bringen lassen? Typisch darwinistisch nimmt auch der Autor wieder solche, so selir durch einen bestimmten Zweck, den der Niitzlichkeit namlich, beherrschte sehr komplicierte Einrichtungen zur Beförderung des Insektenbesuches bei Blumen an, dass die Entstehung derselben ohne eine sehr intelligente Leitung vollstiindig unverstandlich ist, und verwirft dann wohl die Vorstellung des alten Naturforschers SPRENGEL, als ob dies das Werk sei von einem allweisen Schöpfer, aber stellt dem gegenüber für das Wesen dieser Intelligenz keine annehmbare Erklarung an die Stelle, sondern sucht diese hinter der Phrase, dass die Natur dies so fordert, wegzuschmuggeln. Und so ist auch sein Vortrag über Schutzvorrichtungen bei Pflanzen ganzlich eine wissenschaftliche Darstellung auf nicht nur schlecht feststehenden, sondern auch sehr oberflachlich und einseitig ausgelegten Thatsachen, wobei das post ergo propter den Grundgedanken bildet und welcher im übrigen, wie ja auch das ganze Werk wiederum, durchaus beruht auf dem bereits oben besprochenen aprioristisch Annehmen der Lehrsatze von der natürlichen Zuchtwahl und von dem Kampf ums Dasein, ohne dass jedoch die Richtigkeit davon durch den Autor etwas mehr als früher bewiesen ware. Soviel liess eine im übrigen oberflachliche Einsichtnahme seines Werkes mich doch bereits deutlich erkennen, ebenso den auch in der That noch sehr primitiven Gelialt der Ansichten des Autors betrefts der Bedeutung des psychischen Elementes in der Thatigkeit der tierischen

Lebenserscheinungen.

Durch sein — von ihm selbst auch anerkanntes — überwiegendes Streben, um alle Lebenserscheinungen durch das Selektionsprincip zu erklaren und darum dieser Theorie anzupassen, hat sein Werk auch einen überwiegend deductiven

Sluiten