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haltens unüberwindliche Schwierigkeiten bestehen; II. weil Herr W., der die Mimicry-Theorie annimmt, gleichwohl durchaus nicht bevveist, dass die von ihm festgestellten Ahnlichkeiten auf diese VVeise entstanden seien, wahrend doch bestimmte Tatsachen dieser Aufifassung so nachdrücklich widersprechen, dass jene Theorie wohl einiger Hestatigung bedarf, noch den Beweis führt dass jene Ahnlichkeiten hier den gemeinten Vorteil mit sich brachten; weil er endlich ebensowenig zeigt, wie diese Mimicry dann auf irgend eine andere Weise entstanden sein könnte; III. weil, obgleich Herr W. annimmt, dass für die Tatsache dieser Ahnlichkeiten sich keine andre Ursache denken lasse als die Mimicry-Theorie, diese doch, wie ich ausführlich dargelegt habe, in der Tat wohl auf andere Weise sehr annehmbar erklart werden können. Ich habe darum des Herrn W. Anschauungen in dieser Hinsicht bestritten und zwar hauptsachlich in Bezug auf diejenige seiner Schriften, in denen er sie zu einem ganzen System verarbeitet und zur Erklarung von allerhand Tatsachen aus dem Gesellschaftsleben der Ameisen herangezogen hat. Denn grade in diesen Schriften ist er als ein erklarter Anhanger der Mimicry-Theorie aufgetreten, wiewohl er sie einzig und allein auf die Autoritat andrer hin annimmt, wenigstens si'ch um ihre Richtigheit und wissenschaftliche Berechtigung nicht kümmert. Hiergegen nun setzt sich Herr W. zur Wehr, und zwar mit sehr zornigen, rechthaberischen und sogar anmassenden Worten, obgleich ich doch nur eine gewiss sehr erlaubte Verschiedenheit wissenschaftlicher Einsicht ausgesprochen und mich über seine Arbeit in iibrigen sehr anerkennend geaussert habe. Mich dünkt, dass ein gewisses Gefühl wissenschaftlicher Schwache und die Gefahr, welche daraus für sein naher zu besprechendes theologisches Streben, um es so einmal zu nennen, entsteht, hier wohl seinen Zorn erregt hat. Für einen grossen Teil jedoch auch die Tatsache, dass ich die Mimicry als ein Marchen behandelt und also sein geliebtes Steckcnpferd nicht für ein Rassenpferd erklart habe. Er hat namlich eine in dieser Gestalt ziemlich neue Theorie der Mimicry hinsichtlich der Ameisen und ihrer Gaste erfunden, und erstere dabei sogar mit besondem Instinkten versehen, und meint nun etwas sehr

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