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solche Ahnlichkeit vorhanden ist". Das halt er dann für einen genügenden Beweis. Aber wenn dies auch durch das grösstmögliche Material bestatigt würde und man sogar das sehr Fragliche dieses „gesetzmassigen" übersehen wollte, kann man diese Beweisführung nicht als eine solche von logischem Werte betrachten. Ebensowenig seine Behauptung, dass die gemeinschaftliche Lebensweise und darum auch die Ahnlichkeit zwischen den Ameisengasten und ihren Wirten notwendigerweise auf eine Anpassung ersterer an die lezteren hinweise; schon auf S. 255 von M. S. D. habe ich dargelegt, dass dies auch auf andere und sogar natürlichere Weise erklart werden kann. Anpassung an die Lebensumstande bei beiden und darum Konvergenz hat zwar stattgefunden, aber nicht eine solche an den Körperbau der Wirte, welche Mimicry entstehen liess. Das zeigt sich ja aus nichts und ware auch durchaus nicht notwendig.

Herr W. will dies nun zwar nicht zugeben, und versucht darum auf oben gekennzeichnete Weise die Beweislast von sich auf seinen Gegner zu schieben, doch das kann ihm nichts helfen. Erzürnt behauptet er auch noch, dass ich einseitig nur diejenige seiner Schriften kennte, welche ich als dazu besonders geeignet hauptsachlich bei meiner Bestreitung habe benützen wollen und dass ich seine spatern Publikationen über denselben Gegenstand übersahe; aber das alles ist nur übles Gerede; ich habe selbstverstandlich seine andern Schriften zu Rate gezogen, soweit sie sich auf diesen Gegenstand bezogen, aber auch in jenen kommen nur sehr bedeutende Wahrnehmungen vor, welche als Obersatz in dem betrefïenden Syllogismus angewand werden könnten, jedoch keine einzige Tatsache, wie gering auch, die als Untersatz dienen könnte.

Was im allgemeinen beim Lesen der Argumentation, sowohl von Herrn W. wie von seinem spater zu nennenden Kollegen, Herrn Schmitz, in die Augen springt, ist die Leichtfertigkeit, mit der sie, die doch mit den Regeln der Logik bekannt sind, den wissenschaftlichen Beweis behandeln, und zwar in einem Masse, dass sich daraus die geringe Bedeutung, die sie ihm beilegen, erkennen lasst. Ihnen fehlt ein für allemal der unwiederstehbare Drang nach Wahrheit, der sich bei dem wirklich wissenschaftlichen Menschen so stark nach dieser

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